Rauschen im Blätterwald #18

Heute Abend geht das Finale in die zweite Runde. Bonn hat sein Heimspiel. Aber so traurig es ist, außerhalb der beiden Städte scheint es wenige zu interessieren. Nicht einmal auf Schönen-Dunk wird wirklich gestritten. Was treibt denn dann die Basketballcommunity um? TV, Saisonrückblick und Wechselspiele.

Crossover-Online beginnt seinen BBL-Saisonrückblick: Das Ende der Erstklassigkeit und beleuchtet die zwei drei Absteiger.

Im Handelsblatt äußert sich Jan Pommer über die BBL und das Internetfernsehen:

“Unsere Liga ist so wertvoll, dass wir dafür Geld nehmen können”, sagt Pommer.

Überhaupt bringt der Artikel im Handelsblatt eine schöne Darstellung und Analyse von Internetfernsehen bzw. -streaming und Nischensportarten.

Die TBB Trier holt den ersten Luxemburger in die Basketball-Bundesliga. G/F Samy Picard wird nächste Saison wohl die Zahl luxemburgischer Fanpendler noch erhöhen. Was kann er sportlich? Schaut ihn euch einfach an:

Der Trierische Volksfreund kommentiert und zitiert Defraigne zur Frage, ob Picard nicht lieber ProA/B spielen sollte:

„Er ist zu gut, um dort viel lernen zu können. Nein, wir wollen ihn bei uns haben und hier nach vorne bringen.“

Die Dragons halten PG Ronald Ross, der maßgeblich für die Aufholjagd der vergangenen Saison verantwortlich war. Mit Ross, Prewitt, Hall, Fenn und Stückemann steht da schon ein solides Gerüst. Weiter so Drachen. Dann wird’s auch wieder was mit den Playoffs.

Und – trommelwirbel – nach der Verpflichtung von Öngören in Ludwigsburg steht ein weiterer Club in der Reihe der Quotenbefürworter, das vermeldet die Ludwigsburger Kreiszeitung:

Besonders auf das deutsche Quintett möchte Öngören künftig setzen. Dieser Aspekt erhält insbesondere hinsichtlich der aktuellen Diskussion um die Quotenregelung Bedeutung. Während Teammanager Mario Probst eine weitere Verschärfung der Rahmenbedingungen befürwortet… „Für eine 6+6-Lösung haben wir nicht die Leute“, sagte Braumann, der befürchtet, dass die Qualität in den nächsten Jahren dramatisch sinken könnte. Öngören möchte in Ludwigsburg gerne das Gegenteil beweisen.

Und was schreibt die Presse über das Finale?

Welt Online porträtiert den Center, der in Berlin nur als “Wer ist denn der dicke Mann” bekannt ist. Und die Süddeutsche Zeitung bringt ein Feature über Mike Koch mit ganz vielen O-Tönen. Gibt’s auch was über Oldenburg? Jedenfalls hab ich beim kursorischen Surfen auch via Google news nichts substantielles gefunden.

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10 Gedanken zu “Rauschen im Blätterwald #18

  1. jaja die finals unter freunden…
    “stell dir vor es sind finals und keinen interessiert’s” kam mir dazu gestern beim SD-schlendern in den sinn.
    wenn sogar die bamberger luftschloßbörse 09/10 mehr aufmerksamkeit auf sich zieht als die finals (vom mit vielen sehr differenzierten und interessanten beiträgen rapide wachsenden alba 09/10 topic will ich gar nicht erst sprechen, habe ich aber hiermit wohl dann doch ;D) …nunja…irgendwie ist die luft raus.

    bonn oder oldenburg – da wird die frage wie der letztendliche meister im nächsten jahr die EL spielen will, bonn mit 1on1-only gegen pao respektive oldenburg mit einer soliden 6er-rotation durch englische wochen (überspitzt formuliert), interessanter als der ausgang der letzten serie dieser saison.
    egal wen die meisterschaft “trifft”, der schwierige teil der arbeit kommt erst noch.
    immerhin fühlt der kicker sich zum wiederholten male dieser tage genötigt über die BBL zu berichten, gut so und mehr davon.
    kicker online zu BON vs. OLD

  2. @Probst
    Seine Meinung überrascht mich jetzt schon. Weil sein Chef Reil ist doch einer schärfsten Kritiker jeglicher Quote überhaupt. Man merkt immer mehr, dass auch in den Klubs es viele Meinungen zu dem Thema gibt. Bisher setzt sich aber noch die andere Meinung an den wichtigen Positionen durch. ;-)

    • Stimmt, noch aus dem April 2009 gibt es eine Totalablehnung der Quote durch Reil: http://tinyurl.com/n9vomt
      Doch bereits 2008/09 gab es ein Stafford-Interview bei BBL.TV, in dem er sagte “wir hätten gerne mehr Deutsche verpflichtet, aber sie wollten nicht zu uns”. Hm. Warum nur? Spielzeit oder Geld?=

  3. Der Artikel über Koch ist echt interessant. Aber mir scheint dieser Artikel schon zu sehr auf Bonn als Meister zu setzen, bemerkte auch ein User auf sz.de in den Kommentaren. Wenn am Ende der 2. Platz raus springt, könnte die Aussage “Die Mannschaft von Koch wirkt in brenzligen Phasen so energetisch wie homogen.” ein Boomerang werden.

  4. hi grübler

    ich würde nicht sagen das das finale keinen von ausserhalb interessiert. klar es wird wenig geschrieben, dies liegt in meinen augen aber daran das sich zwischen den beiden teams relativ wenig konflikt- / agressionspotential gibt. dies ist jetzt nicht wirklich das schlimmste, oder? gerade bei bamberg und berlin ist es ein trauriges faktum, dass threads mit polemik und gegenseitigen beschimpfungen aufgeblasen werden.
    in bonn und oldenburg verhält man sich da etwas gesitteter und wartet gespannt was am ende rauskommt.

    zum tbb möchte ich nur anmerken das samy der 9. spieler ist der im nächsten jahr in trier spielen wird allerdings die erste neuverpflichtung. es wurde hier sehr stark auf konstanz und identifikation gesetzt. dies ist das größte zeichen in der nach whelton ära und zeigt mir wer mit den richtigen spielern zusammenarbeitet braucht nicht zwangsweise deutsche um fans und team zu verbinden soviel zum thema quote.

    zuletzt noch danke für deinen blog sehr interessant und hat mittlerweile einen plaz in meinem rss reader gefunden. ;-)

  5. Alba verlängert den Vertrag mit Co-Trainer Petar Aleksic nicht.
    Gründe seien angeblich von finanzieller Natur.

    Ob es so clever ist, eine wichtige (wenn nicht die einzige) Schnittstelle zwischen den deutschen Spielern und Luka abzusägen. Aleksic war auch der Einzige, der es geschafft hat Luka ein wenig zu zügeln, wenn es mal wieder heiß her ging. Nun muss wohl Lwowsky in der nächsten Saison dafür sorgen, dass sich Luka nicht in jedem Spiel sein technisches Foul abholt.

    Schade, schade. Ich kann es zwar nicht wirklich verstehen, aber wenn es um’s liebe Geld geht, kann man dann halt nichts machen.

  6. Pingback: Der Nachwuchs als Krisenprofiteur? « Grübelei – Ansichten eines Basketballfans

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