plog #4 – Nie dla idiotow – ich bin doch nicht blöd!

(OSB schreibt) Der Anfangsverdacht gegen den älteren Vorsitzenden der Antizebrastreifenpartei (bestimmt kann man die nächstes Mal auch bei uns wählen) vom Abend zuvor, verhärtet sich am nächsten Morgen. „Nie dla idiotow – Media Markt“ blökt es aus dem Radio. Ok, dann wäre das jetzt auch geklärt. Das „pani“, was er mir aber gestern gleich mehrfach an den Kopf wirft, heißt jedoch entgegen erster Vermutungen nicht „Du Brot“, sondern ist die völlig korrekte Anrede „Frau“.
Polnisch hat irgendwie die Angewohnheit entweder so zu klingen, wie nichts was ich je zuvor gehört habe und 2 tote, 5 lebende Sprachen (plus Manisch!) mehr oder weniger fließend helfen auch nicht weiter. Oder es klingt wie: Lieschen Müller macht polnisch nach. Mein Favorit diesbezüglich ist „Kontrolla radarowa“ und das lautmalerisch schöne wie unvermeidliche „sznycel“, die Herren bevorzugen den „Egzotic Pub“ im nächsten Dorf. Dort gibt man heute erst „Emanuelle“ und dann „Nagi Instict“ mit Frau Stein und Eispickel.

Chemical Brothers

Chemical Brothers - Sex Sells. Denis und die B-Boys.

Beim Auspacken und Einräumen in unser Häuschen (eigener Korb, viel Platz, viel Ruhe? check. check und nochmals check) klatscht der Klassiker aller BB-Cover ever auf den Boden und sorgt für anhaltend gute Laune. Leider muß ich an dieser Stelle die sicherlich schon nagelkauende Fiveredaktion bitter enttäuschen, die das wohl längste BB-mag diesseits des großen Teichs verlegt, hier aber deutlich das Nachsehen hat. Die Januarausgabe 2003 von „Basketball – Das Magazin“ ist unübertrofen, No contest. Blow-out. Denis Wucherer challenges all comers mit finsterem Blick und eindeutiger Geste. Links von ihm Captain Jack Sparrow Gordon Geib. Rechts außen De(s)mond Greene mit Völleranleihen und viel Bling-Bling. Zwischen ihm und Denis noch Sven Schultze, der sich als einziger etwas unwohl zu fühlen scheint, aber dennoch sein Bauchnabelpiercing und 2 Steiffmarken zu bieten hat. Eine Frage hätt ich noch an die Redaktion: ihr schießt so ein Cover, aber wo bitte ist das Centerfold der „Chemical Brothers“? Wieder eine Marketingchance im Basketball verpasst. Als wär das was Neues. Wenn für den verletzten Per Günther (gute Besserung nach Ulm an den gebürtigen Gießener von dieser Stelle aus!) Gordon Geib nachnominiert worden wäre, wäre die Bayerboygroup übrigens wieder komplett gewessen. Yeah, Galvanize!!!

Apropos Nominierungen. Eine Überraschung, wie ich finde, war die Streichung von Yassin Idbihi für den EM-Kader. Der last man out ist immer undankbar, aber hier wird wohl von DB ein deutliches Signal für die Jugend gesandt. Offen gesagt, ich hätte anders herum entschieden, mich stresst zwar oft die etwas hektische, schludrige Spielweise von Yassin, aber Willen, Energie und Masse bringt er mit. Und er kloppt drauf, das muß auch mal sein. Wie auch immer, fetten Glückwunsch an Tibor Pleiß, der zu neuem Vertrag gleich noch das Flugticket dazu bekam. Weihnachten und Ostern in einer Woche.

Vorsicht, Mordsüberleitung, aber wir sind ja nicht zum Spaß hier! Polen ist ein altes Land, aber eine sehr, sehr junge Demokratie – wäre sie ein Spieler, hätte sie diesen Sommer gegen Tibor noch U20 EM gespielt. Bei der Vorbereitung auf  dieses junge Polen, war der Sohn der Stadt Danzig natürlich erstmal unvermeidlich. Günter Grass. Die Danziger Trilogie. Der Literaturnobelpreis. Was bleibt einem da schon übrig? Blechtrommel raus und losgelesen! Oder auch nicht. Wenn  man Grass abgearbeitet hat, fühlt man sich irgendwie immer wie der große, böse Wolf, dem man die Wackersteine in den Leib genäht hat. Ein Zufall hilft aus der Misere. Viel passender für dies freche Völkchen ist der „Schelmenroman“ (aus 2002) einer damals 18jährigen Dorota Masłowska, der ein ganzes Land schockiert hat. Die saß in einem langweiligen Kaff hier umme Ecke und hatte gar keine Böcke auf Abitur, um wenigstens so etwas in ihrem Jargon zu bleiben, also schrieb sie in nur 4 Wochen einen vulgären, aber romantischen Bestseller im Splatterslang, der sogar die Sprache hier verändert hat. Wirklich coole Kidz sprechen hier jetzt „Maslo“. Wen so etwas interessiert, dem sei die ambitionierte deutsche Übersetzung „Schneeweiß und Russenrot“ empfohlen. Nichts für Chorknaben. Und die EM auch nicht. Gameface raus, morgen geht’s endlich los!

OldschoolBaller lässt grüßen.

Typisches Landschaftsbild ;-)

Typisches Urlaubsbild. Das Häuschen am... See... ähm.. Korb. ;-)

Und folgendes hatte ich noch in der Mailbox:

Jetzt kommen ein paar Fotos vom russischen Team auf dem Weg zum Training an der Halle, keine Stunde alt. Und nein, nicht gestalkt ;-) tatsaechlich blanker Zufall. Die haben MICH ueber den Haufen gerannt, nicht umgekehrt ;-)

Im Gänsemarsch zum Sonntagstraining. Die russische Nationalmannschaft.

Im Gänsemarsch zum Sonntagstraining. Die russische Nationalmannschaft.

Ein Ex-Nugget bei den Russen: Kelly McCarty

Ein Ex-Nugget bei den Russen: Kelly McCarty

Es gibt noch mehr Bilder… aber mir fehlt hier grad die Zeit sie anzupassen und hochzuladen, sie werden peu à peu folgen. Ich muss mir da mal was einfallen lassen. Oder ein Bildband folgt in den nächsten Tagen.

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2 Gedanken zu „plog #4 – Nie dla idiotow – ich bin doch nicht blöd!

  1. Pingback: Völkerverständigung am Ethernetkabel (inoffizielles plog) « Grübelei – Ansichten eines Basketballfans

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