Wir sind Meister

Vergangenes Jahr kurz vor Weihnachten hat Alba die Ulmer aus der Halle gefegt, Gordon Herbert hat ausgesehen wie ein glücklicher Mensch (und ein guter Trainer) und ziemlich viele haben geglaubt, die Meisterschaft sei nur noch Formsache. Es ging anders aus. Nach der blöden Niederlage gegen Ulm am Samstag kann es dieses Jahr ja nur noch gut gehen.

Die Fakten: Wir haben die mit Abstand bessere Mannschaft. Ulm ist möglicherweise begabt, aber ein großer Teil ihres Erfolges beruht auf Abschreckung. Ich habe Bryant ja zum ersten Mal von Nahem gesehen. Er ist 2,10 Meter groß und wiegt wahrscheinlich an die 130 Kilo. Der Oberkörper stammt von Michelin-Männchen, die Beine von Pierre Littbarski (in länger), und man weiß nicht genau, wo das Gesicht aufhört und die Oberarme anfangen. Dazu die Haarpracht, die fast so hässlich ist wie die von Dedovic – holla. Meine Tochter hätte ihn bestimmt mit dem Albatros verwechselt, der da immer durch die Halle watschelt. Ding nur: Er ist gar nicht so schlecht. Und wenn er mal nicht auf dem Feld ist, hinterlässt er so viel leeren Raum, dass sich der Gegner ganz verloren vorkommt. Anders kann ich mir das 4. Viertel nicht erklären, in dem sich Alba 32 einschenken ließ, merschtenteils ohne Bryant auf dem Feld.

Alba war bis auf das erste Viertel eher schlecht. So lange der Ball lief, und nicht die Spieler, ging es gut. Dann bröckelte es ziemlich. Dabei hatte Ulm lange keine Mittel. Allan Ray warf wildes Zeug, die Pointguards hatten beide in Minute 17 drei Fouls und in der Mitte war wenig durchkommen. Irgendwie hatte alle das Gefühl, das gehe schon auch mit angezogener Handbremse. Ging es nicht.

Wir lernen: Zwei Spiele in drei Tagen sind sehr viel, aber keine Ausrede. Wenn ein Center (Idbihi) fehlt, ist es vielleicht nicht die allerbeste Idee, zusätzlich auch noch einen Powerforward (Randle) aussetzen zu lassen, insbesondere dann, wenn man seinem andern (Schultze) nicht so richtig traut. Gekillt haben uns am Ende Schwethelm, Nankivil und die schlechte Reboundarbeit.

Wir lernen weiter: Wenn wir Dreier brauchen, haben wir das falschen Team. Außer Heiko (manchmal) trifft sie keiner zuverlässig. Und wenn alle wieder anfangen, selber ein Spiel drehen zu wollen (Wood, Dedovic, Schaffartzik), geht es garantiert schief.

Es genügt nicht, ein gutes Viertel zu spielen. Mehr war es nämlich nicht. Wir waren ab Minute 15 nicht nur müde, sondern auch pomadig. Und da reicht dann gegen Ende schon auch die Angst vor dem großen weißen Mann zum Verlieren.

Vielleicht lernen wir ja draus, die Kombo mit zwei Spielen die Woche wollen wir ja noch bis März oder April haben. Wenn nicht, ist die einzig spannende Frage, welche Stadt Würzburg 2012 folgt.

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3 Gedanken zu „Wir sind Meister

  1. Ich lese jetzt schon eine lange Zeit hier die Beiträge. Leider muss ich sagen, dass die interessanten Beiträge immer mehr abgenommen haben.

    Beiträge wie diese, werden mich wohl noch viel seltener diese Seite besuchen lassen.

  2. Oh je…
    Leider ein ganz schlechter und unnötiger Beitrag meiner Meinung nach. Sehr starke subjektive Meinungsäusserungen, zu Themen, die hier früher lediglich in einem Nebensatz aufgetaucht wären. Dazu quasi null Informationen und keine erkennbare “Message” des Posts. Ob peterzwei wirklich der richtige Co Autor ist? Ich bezweifel es stark.

  3. Pingback: Ein Monat Ligaalltag, eine Woche Niederlagen, eine Krise? | gruebelei.de

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