Sweep, Heimrechtwechsel und Ense-Tanz

Die Telekom Baskets Bonn fegen ratiopharm Ulm in drei Spielen weg. Sind Gibbs und Co. „zu lieb für die Playoffs?“ fragen Fans bei schönen-dunk. Nach furiosem Serienbeginn der Göttingen, kommt der Bamberger Zug ins Rollen. Zwei Siege in Folge wurden erreicht. Der Heimvorteil der Göttinger ist dahin. Die Brösels haben Dienstag in Freak-City den ersten Matchball. Oldenburg trifft weniger grottenschlecht als Frankfurt und gewinnt ein absolutes lowscoring game. Und in Berlin gab es den Pflichtsieg gegen Paderborn.

Ein 3:0 für Bonn hatten die wenigsten auf dem Schirm. Aber für Gibbs, Travis und Co. reichte die gewohnt gute Leistung nicht. In Bonn drehte in dieser Viertelfinalserie Brandon Bowman auf: 19,67 Punkte für ihn im Schnitt. Nicht nur die tiefere Bank, sondern eben auch Stars, die noch einmal mehr aus sich herausholen sind das Salz in der Playoffsuppe. Glückwunsch nach Bonn zum Halbfinaleinzug.In Berlin gab es ein nettes Spielchen, bei dem ALBA souverän gewann. Paderborn zeigte, was sie können: Mitteldistanzwürfe, Ensminger-Hook. Hier und da ein wenig „old school“ Garris: Bissige Defense, freche und sichere 3er. So macht Nino Spaß. Mit Ense und Garris ist Paderborn irgendwie aussortierte Altstars reloaded. Dennoch, wenn es nach mir geht, muss es nicht zu einer Serie über fünf Spiele kommen. ALBA steht Dienstag in Paderborn unter Zugzwang. Heute zeigten die Jungs in Gelb solide Playoffform. Casey dunkte und traf gut. Julius überdrehte nur selten. Und endlich gelang es nicht nur auf Ballerei zu setzen, sondern auch das Insideplay wieder zu reanimieren. ALBA verließ sich nicht auf den Wurf, sondern arbeitete endlich mal wieder mit schönem Passspiel unter den Brettern. Schöne Pässe auf Chubb und Sekulic, Nadjfeji wieder mit guten Moves. Es war noch nicht perfekt, aber ALBA braucht wohl diese harte Serie gegen Paderborn um in Fahrt zu kommen. Lukas Grübeln nach dem letzten Spiel hat anscheinend geholfen. An eine solche Leistung sollte Dienstag angeknüpft werden. Es gibt keinen Grund überheblich zu werden aber auch keinen Grund die Serie unnötig zu verlängern. Dienstag darf der Matchball her.

Das absolute Highlight in Berlin war heute jedoch das Randgeschehen: Eine schöne Ansprache von Casey an die Fans nach dem Spiel („the fans are the best in all of Germany, for sure“) und das ALBA-Danceteam mit einer tollen Holzmichel-Choreografie: Die Endposition der Tänzerinnen war:

Its an U!

It's an U!

Der Spieler des Tages? Das ist trotz des Bonner Sweeps wohl ein Bamberger: Karsten Tadda (13 Punkte, 8 Rebounds, 2 Assists in 20 Minuten), ein Spieler, den wenige vor der Saison überhaupt mit Minuten sahen und der jetzt wo’s wichtig ist, zeigt, dass er Basketball spielen kann. Hoffen wir, dass ihm der gegenwärtige Erfolg nicht zu Kopfe steigt. Der Weg ist in der Regel noch lang. Doch auch letztes Jahr gab’s einen Playoffhelden mit deutschen Pass, der sich so in die A-Nationalmannschaft spielte: Philipp Zwiener.

Damit meine Playoffprognose wenigstens in einem Duell noch passt, hoffe ich nun auf einen Bamberger Heimsieg gegen Göttingen. Es scheint ein wenig so zu sein, als ob Göttingen in den Playoffs die Luft ausgeht. Nicht unbedingt, weil sie Verletzte (Bailey, Lee) kompensieren müssen und platt sind, sondern – wie auch Ulm – im Gegensatz zu anderen Teams nicht mehr die Extra-Schippe drauflegen können. 40-Minutes-of-Hell lassen sich mit beschränkten individuellen Mitteln eben nicht steigern und es scheint als hätte Bamberg sich nun dran gewöhnt und Fleming eine Antwort gefunden. Ich glaube fest daran, dass Bamberg Dienstag den Matchball verwandelt.

Die Oldenburger und Frankfurter muss ich mir wohl noch einmal in Ruhe anschauen. Ein merkwürdiges Spiel. Oldenburg spielt mit erschreckend kurzer 6,5er-Rotation. Wenn diese Serie sich zieht und im Halbfinale Bamberg wartet, werden die Oldenburger Starter ganz schön geschlaucht. Ich glaube nicht, dass Frankfurt es in dieser Serie ausnutzen kann. Aber wer weiß? Die Verletzung von Gordon schwächt. Traue ich den Fanberichten, geht in dieser Serie gerade das Niveau eher nach unten als nach oben. 61:50 Punkte. Auf beiden Seiten Wurfquoten knapp über 32 %. Zweimal ein schlechter Tag oder zweimal knallharte D?

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Ein Gedanke zu „Sweep, Heimrechtwechsel und Ense-Tanz

  1. Ich habe Spiel 3 der Serie Old vs Fra gesehen und tendiere zu „Zweimal schlechter Tag“. Das Niveau war nicht sehr hoch und Oldeburg war einfach weniger schlecht. 1:0 Layer wurden vergeben, 3er waren selten herrausgespielt, sondern aus dem 1on1 genommen ohne vorher einen Pass gespielt zu haben usw. Aber sowas gehört wohl in den Playoffs auch dazu.

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