Lieblingsfreunde und Albakiller

ALBA hat gegen Bamberg verloren. Zu Hause und verdammt deutlich. Es ist die vierte Hauptrunden-Niederlage von Luka Pavicevic gegen Chris Fleming, dazu kommt die Niederlage im Pokal. Ich werfe einen Blick zurück auf das Spiel und gruebele darüber, warum ALBA verloren hat und was mich gegenwärtig nervt.

Eines vorweg: Es ist scheißegal, dass die Refs gestern unglaublich sichtbar waren, dass ein einzelner der drei gefühlte 70 % der Pfiffe hatte. Letztlich war es auch nicht spielentscheidend, dass es beinahe zur Rudelbildung kam. Ich hatte in der Situation nur den Eindruck, dass das Spiel den Refs längst entglitten war. Offenbar symptomatisch für den Spieltag, hört man die Stimmen aus Ulm oder Trier.

Das Rezept der Bamberger in Berlin scheint erschreckend einfach. Wie schon vor einem Jahr rockten Suput und Brown unter den Körben. Fleissig hängten sie ALBAs langer Garde Fouls an, zermürbten die Verteidigung. Auf den Guardpositionen gab es dazu grenzwertig harte Defense gegen Jenkins und Druck auf den Pointguard. Wenn ein ALBA-Spieler doch mal im Fastbreak zog, wurde ohne Rücksicht auf die – im Ergebnis bei Lottermoser theoretische – Möglichkeit eines unsportlichen Fouls gnadenlos zugeschlagen. Auch Ex-Albatross Casey Jacobsen (anders als Steffen Hamann ohne Pfiffe begrüßt) konnte das besonders gut.

„Wir wollten Julius Jenkins aus dem Spiel halten und unter dem Korb Paroli bieten“ wird Anton Gavel auf infranken.de zitiert. Ja, das bringt es auf den Punkt, wenn man „Jenkins aus dem Spiel halten“ so interpretiert, dass der zwar ballern darf (7 Versuche) aber nur schlecht und überhaupt nicht treffen. Natürlich ist ALBAs Quote von 2 von 20 jenseits der 6,25m außergewöhnlich schlecht, aber sie ist eben zu einem guten Teil von den Bambergern durch gute Verteidigung hart erarbeitet.

Wenn man nicht trifft, dann muss der Ball nach Innen oder gezogen werden. ALBA fiel dies schwer und wenn es klappte, langte Bamberg zu. Ich will das gar nicht kritisieren, das Image als unglaublich intensiv spielende und verteidigende Mannschaft, die die psychologische Einstellung des „no easy baskets“  gehörte zum Erfolg von Freak City und mit ihrer Rückkehr scheint der Erfolg zurückzukehren. So wie Berlin dem Jugo-Systembasketball verschrieben ist, lebt Bamberg von seiner defensiven Intensität. Die war gut und herausragend gecoached von Fleming. Denn – bis auf den übereifrigen Goldi – kam kein Spieler ernstlich in Gefahr ein fünftes Foul zu kassieren. Da braucht Heyder gar nicht lamentieren.

Ich will nur noch einmal einzelne Situationen rausgreifen, in denen es bei ALBA hakte, in denen deutlich wurde, dass es mehr war als eine schlechte Dreierquote. Anfangs lief es ja noch gut für Berlin. Zwar immer ein kleines wenig zu langsam, kamen die Albatrosse doch wieder ran. Dojcin traf wichtige Punkte, hielt Suput soweit unter Kontrolle, wie es eben bei einem Spieler seines Formats ging. Irgendwann brauchte er eine Pause, dann musste Zwiener eingewechselt werden: Suput dominierte, spielte sich warm. Zwiener beging drei schnelle Fouls… Dojcin war auch in Foultrouble. Dann kam die Twintower-Lösung mit Sekulic und Chubb. Erst schien es zu funktionieren: Pleiss und Brown ebenso mit dem dritten und draußen. Zeit für ALBA-Dominanz unter den Brettern? Doch dann hakte es: Sekulic und Chubb rannten offensiv wie defensiv ineinander, die Laufwege passten nicht. Sichtbar zickten sich unsere Center an. Auszeit Berlin, zur Halbzeit war der Anschluss verloren und Jacobsen scorte zur 5-Punkte-Führung.

Guwac's self-fulfilling prophecy

Jacobsen gegen Byars, das war für mich eines der Duelle des Abends. Der Ex-Albatross gegen seinen Nachfolger. Es ist beeindruckend, wie ein fitter und motivierter Jacobsen spielt. Dieses Tempo und diese Lust bei den Cuts und Drives zeigte er in Berlin nicht, wenngleich es sie auch gab, sie in der zweiten Saisonhälfte für ihn eingebaut wurden. McElroy nahm ihn zunächst gut raus. 2 Punkte zur Halbzeit vom Bamberger Kapitän. Auch Byars verteidigte zunächst engagiert. Doch ich möchte nur noch einmal Byars Anspruch vor Augen führen: Der Junge stand im Sommer noch „sooo knapp“ vor einem Platz im Kader der Chicago Bulls. Müsste da nicht gerade im Duell mit dem Ex-NBA-Profi Jacobsen der Anspruch sein, zu beweisen, dass er’s drauf hat? Mir hat Byars nur bewiesen, dass er ohne Not aus 9 Metern auf den Korb hält (und nicht trifft) und danach aus Frust – und weil er zu langsam war – Jacobsen zweimal in Folge am Block festhielt. Byars bleibt für mich ein Schönspieler und auf europäischen Parkett gemessen an seinem Anspruch ein Paradebeispiel des austauschbar mittelmäßigen US-Spielers, der von der NBA tagträumt.

In der zweiten Halbzeit funktionierte die Twintower-Lösung dann besser. Musste sie auch, da PF-Backup Zwiener sich gekonnt auf die Bank beförderte. Goldsberrys nur unsportliche Tätlichkeit nach dem Defense-Verbot von Ref Wrasse für Nalga (Bauch rein? Foul. Bauch raus? Foul!) brachte ALBA einen Einwurf. Gavel(?) verteidigte Hamann nicht übermäßig intensiv. Nur passte Einwerfer Zwiener just einen Moment ab, in dem Hamann irgendwo war, nur nicht mit dem Blick bei ihm. Eigentlich hätte es Philip verdient, dass der Gegner dafür noch über ihn stopft… Für mich war das der Augenblick, wo das Spiel verloren war. Alba schenkte das letzte bisschen Momentum weg.

Am Ende wurde es deutlich. Auch wenn Robse Garrett im radioeins-Nachbericht meint, dass es zu deutlich war, möchte ich widersprechen. ALBA hat am Samstag keine bessere Vorstellung abgegeben. Sie haben keine Antwort auf Bamberg gefunden.

Es wird noch ein langer Weg für ALBA bis zu den Playoffs. Nicht nur weil nun die Tabellenführung zu entgleiten droht,  sondern auch, weil eine Meisterschaft 2010 auch verlangt, dass man eine Antwort auf Bamberg geben kann. Noch einmal das Glück haben, dass eine andere Mannschaft Bamberg rauswirft? Darauf mag ich nicht hoffen. Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, dass Lukas Systembasketball gegen den wiedergefundenen Bamberger Intensitätsbasketball (andere nennen es mit ebensoviel Respekt „Kloppertruppe“) mit Fleming’schem Guard-Trio und Suput als Sahnehäubchen keine Chance hat. Ich befürchte, dass sich daran auch in einer Halbfinalserie wenig ändern würde.

Insofern ist „Albakiller“ durchaus eine programmatische Aussage. Albtraum der Albatrosse, wie die Abendzeitung titelt, auch das könnte passen. Unter Pavicevic braucht es bislang einen verletzten Goldsberry, um in Bamberg gewinnen zu können. Nur ein Hauptrundenspiel hat er gegen Flemings Bamberger bislang gewonnen. Und auch 2007/08 war es gegen Flemings Drachen nur eins. Es ist an den Coaches für die Playoffs oder spätestens die nächste Saison ein Rezept zu entwickeln, wie man wieder Brosekiller werden kann.

Irgendwie hatten sich vier Bambergfans direkt neben uns verirrt, die stoisch unsere Meckerecke ertragen haben. Irgendwann wurden wir in Block C dann leise und sie lauter. Sehr berechtigt. Ihre Mannschaft war besser. Fest nahmen wir uns alle unabhängig voneinander vor gute Verlierer zu sein und nach der Niederlage „unseren“ Bambergern zu gratulieren. Der gute Vorsatz löste sich aber in Hallenflucht auf, als uns aus 1000 Kehlen „Sieg“ entgegenschallte. Mir stellen sich dabei die Nackenhaare auf und vielen in der Meckerecke erging es nicht anders. Die beiden Bamberger Kids neben uns stimmten leider ein. Wir verließen dann grußlos die Halle.

Schade eigentlich. Denn auf Facebook hab ich tolle Chants der Bamberger gelesen, die viel kreativer, viel anlassbezogener und aus 1000 Kehlen uns ALBA-Fans entgegengerufen vielleicht sogar wahrer und bitterer gewesen wären:

Amüsant war, dass ausgerechnet bei diesem Spiel, ausgerechnet als ich kurz am Getränkestand war, der Albatros ein T-Shirt auf meinen Platz schoss. Es war ein Restposten aus der Zeit, als man noch gegen Bamberg gewann: Das weiße (!) Meistershirt 2008 in Größe 3XL.  Von den 14 Spielern auf der Rückseite sind fünf noch im Kader. Ist das alles, was man den Albakiller-Shirts an emotionalen Erfolgen entgegenzusetzen hat? Courtside sitzen Alexis-Trikots und ich selbst hab das Shirt vom legendären Erfolg gegen Bosna getragen. Es ist definitiv Zeit für neue, emotional überzeugende Erfolge in der o2 World, die neue T-Shirts rechtfertigen. Die Chance auf ein Lieblingsfreundebesieger-Shirt wurde am Samstag vertan.

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12 Gedanken zu „Lieblingsfreunde und Albakiller

  1. Zwiener hast du wohl echt gefressen. Den turnover beim Einwurf würde ich dann doch eher dem derzeitigen Pseudo-PG Hamann zurechnen…
    aber egal… um der Qualität deines blogs willen, drücke ich dir und der Alba Berlin GmbH die Daumen, dass es bald mal wieder was zu vermarkten gibt. ;)

    • Natürlich hat Hamann sich da nicht klug angestellt. Aber Zwiener hatte den Ball… nur scheinen die Scouter es ähnlich zu sehen. Auf dem Papier hat Zwiener Null Turnover.

  2. Ich sehe vieles wie du, nur nicht das die miserable Quote von Bambergs Defense erarbeitet wurde.
    Die 3er die Alba genommen hat waren die 3er die sie immer nehmen. Gut rausgespielt als Folge der in der Zone zusammengezogenen Bamberger Defense um das PicknRoll zu halten.
    Es waren viele vollkommen offene 3er, finden davon 30% anstatt 10% das Ziel (was nun wahrlich kein guter Wert wäre) ist es ein enges Spiel.
    Bamberg war alles andere als gut. Nur wenn du eben einen Unterschied von 25% bei der Wurfquote hast, gewinnst du kein Spiel, egal gegen wen.
    ALBA war einfach unterirdisch schlecht. So schlecht, das ich genauso wie du, mit viel Angst Richtung Playoffs schaue und mir ebenfalls Fragen bezüglich Pavicevic stelle. Ernsthafte Fragen die immer dasselbe beinhalten. Ist er zu stur? Was macht er mit den Spielern? Ist ALBA zu einfallslos, zu einfach schlagbar?
    Nimmt man die Niederlagen wird man immer ein Rezept erkennen. Hart spielen und ihnen das PicknRoll nehmen. Oft funktioniert das weil ALBA wechselhaft 3er und schlecht Freiwürfe schießt. Das man damit ALBA überhaupt in Bedrängnis bringen kann laste ich dem Coach an.

  3. #Update

    Es ist aktuell sicherlich auch viel Frust über die Niederlage dabei, dennoch muss man auch die Verpflichtungen hinterfragen. Sind das die richtigen Spieler für Pavicevic? Wir haben keinen konstanten Schützen von außen, außer Jenkins und selbst der ist eher streaky als konstant. Byars und Golemacs sind das nicht, Bajramovic war das nicht und Dragan wird es nie werden. Von Imac und Hamann erwartet man es nicht. Am Anfang der Saison wurde noch vieles über die gute Defense ausgeglichen. Mittlerweile ist diese aber phasenweise sehr anfällig. Der MBC streut uns in 1 HZ 49 ein, Bamberg 45. Zudem gibt die Defense aktuell viele einfache Körbe. Bamberg spielt im gesamten Spiel 9 Assits. Oft wurde einfach gezogen und bei raus kam ein einfacher Korbleger am Brett.
    Ich weiß mittlerweile nicht mehr was ich erwarten kann. Eine Wende bei Luka defintiv nicht, also bleibt nur zu hoffen das das Spieler über sich hinaus wachsen, aber allein dafür fehlt mir der Glaube.

    • Es mag ja hier viel Frust vorherrschen, aber noch wird der Titel ja nicht im März entschieden. Bambergs Formkurve zeigt aktuell nach oben, während Alba eher im Abwärtstrend liegt.

      Und im Gegensatz bspw. zum Aris-Heimspiel hatte Alba und auch JJ viele offene herausgespielte Würfe. Nur, wenn die dann nicht fallen, dann hilft eben auch kein doller Shooter aus der Fanfantasie auf der 4, denn warum sollte ausgerechnet dieser Spieler einen Sahnetag erwischt haben, wenn an allen anderen Spielerhänden der Dreck klebt.

      Mit halbwegs solider Quote wäre das Spiel gestern vielleicht nicht anders ausgegangen, aber der gemeine Fan wäre nicht so frustriert geworden.

      Mit 20% aus dem Feld gibt es weder ein ansprechendes Heimspiel noch (große) Siege an sich. Aber 20% sind ja nicht das tägliche harte Albafanbrot.

      Und die ewige Kritik an LP, im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat er wenigstens ein Konzept, welches noch in jedem Jahr zu einem Titel für den Briefkopf gereicht hat. Aber natürlich hat jedes Konzept seine zeitweisen Grenzen, auch Bamberg, Oldenburg und Göttingen als aktuell stärksten Gegnern jagen ja nicht von Erfolg zu Erfolg mit fliegenden Fahnen quer durchs BBL-Land und Europa.
      Und wenn ich an das Meisterjahr nach dem miesen Top4 kurz vorher denke, weiß ich nicht, warum man jetzt schon Frust für den Rest der Saison schieben sollte.

    • Pavicevic ist toll. Aber sein Konzept hat (noch) Grenzen. Eine war Aris, eine andere scheint einfach Bamberg zu sein. Übrigens: Bereits vor einem Jahr trafen die Albatrosse im April ohne Doppelbelastung 21 % gegen Bamberg. Zufall?

  4. Mein aufrichtiger Respekt für deine anfänglichen guten und sachlichen Blog-Beiträge wurden mittlerweile durch dein undifferenziertes Abfrusten und In-die-rechte-Ecken-stellen anderer Fangruppen verspielt. Fröhliche Menschen, die „Sieg“ (deutsches Wort für ein erfolgreiches Spiel) singen oder rufen und dabei zum Jubel die Arme heben, mit gewaltbereiten Neonazis, die „Sieg Heil“ rufen und dabei den Hitlergruß zeigen, zu vergleichen, ist ein Armutszeugnis! Leider hast du deine dir selbst auferlegte Auszeit nicht genutzt, um von dem Weg, auf welchem du dich festgefahren hast, wieder abzukommen.

    Auch wenn du es nicht aussprichst, indirekt unterstellst du 1.000 Franken, sie wären Rechtsradikale oder würden deren Ansichten gutheißen. Das ist unerhört!

    Berechtigte Kritik gegen braunen Terror, ja! Übertriebene, unberechtigte und uneinsichtige Unterstellungen gegenüber friedliche Basketballfrangruppen? NEIN!

    Gäbe es einen sachlich begründeten Anlass, wäre deine Sichtweise ja noch verständlich. Aber so hat man erneut den Eindruck, dass du dieses Ventil brauchst, um deinen Frust über die Niederlage zu verarbeiten. Was, außer dem Wort Sieg, lässt dich denn sowohl bei den Bamberger als auch bei den Oldenburgern (haben es die Bonner vielleicht auch gerufen?), sie wären den Rechtsradikalen und Neonazis zuzuordnen? Wenn du zu der Erkenntnis kommst, dass es nur dieses Wort war, empfehle ich dir die aktuelle Brockhaus Enzyklopädie.

    Guten Abend!

    • Ich wiederhole mich gerne: Ich unterstelle keinem Bamberger, Oldenburger oder sonstwem, er sei ein Nazi, weil er am Ende des Spiels „Sieg“ ruft. Ich werfe ihm allerdings vor, dass er sich keine Gedanken darum macht, wie es wirkt. Ich bin sehr froh, dass Berliner Fans es nicht singen.

      Ich bin erstaunt, dass sowohl bei diesem Spiel als auch beim Oldenburg-Spiel ein am Rande erwähnter Aspekt der Fankultur so viel Wirbel erzeugt und die Diskussion ums Spiel teilweise verdrängt. Irgendwie scheine ich einen Nerv getroffen zu haben.

  5. Hallo Gruebler,

    mein Kommentar zu deinem Blog wurde im Posting Alba gegen Bamberg bei Schoenen-Dunk durch die Moderatoren gelöscht, weil solche Diskussionen dort nicht mehr erwünscht sind. Aus diesem Grund nun ebendieser hier als Kommentar im Originalwortlaut:

    „Gruebler`s Blog nennt viele richtige Aspekte in meinen Augen, aber widersprechen möchte ich bei den „Sieg“ Rufen der mitgereisten Bamberger Fans. Man muss nicht alles, was man tut und sagt, immer gleich mit deutscher Historie verbinden. Das Wort Sieg bedeutet nunmal einen Erfolg in einem Kampf. Dieser kann durchaus auch sportlicher Natur sein. Das Sieg ein Bestandteil eines Grußes der deutschen Geschichte gewesen ist, über die kein vernünftiger Mensch stolz sein kann, heißt nicht, dass jemand dieses immer damit ausdrücken möchte oder es damit verbindet. Ich kann das Wort Sieg ohne Bedenken benutzen, weil ich es in seinen ursprünglichen Sinn (obig bereits erklärt) gebrauche, und das auch, obwohl mir seine geschichtliche Verwendung als Deutschergruß durchaus bewusst ist. “

    Ich sehe, du hast bereits in einem Kommentar hier dazu nochmal Stellung bezogen. Ich glaube dir auch, dass du keinen Fan in eine gewisse Ecke schieben möchtest. Aber wer sagt denn bitte, dass sich die Bamberger keine Gedanken über dieses Wort machen, dass sie da rufen. Ich glaube (weiß es nicht, sondern glaube), dass der Großteil (ausgenommen vielleicht jüngerer Kinder) auch über dessen Bedeutung in anderen Zusammenhang bescheid weiß. Doch warum sollte man Leuten ein Wort verbieten, dass nunmal in der deutschen Sprache auch einen sportlichen Erfolg gegen einen Gegner ausdrückt? Warum sollte dieses Wort ein „no-go“ sein, weil fehlgesteuerte, falschdenkende, intolerante und faschistische Personen es vor über 60 Jahren verwendet haben?
    Ich finde es wichtig, dass Menschen über solche Beziehungen aufgeklärt sein sollten, keine Frage; aber ich gestehe jedem Menschen oder Fangemeinschaft zu, ein Wort zu verwenden, welches die gegebene Situation widerspiegelt. Und da Bamberg mit 15 Punkten einen sportlichen Kampf zweier Kontrahenten gewonnen hat, ist es nunmal ein Sieg.

    Mit freundlichen Gruß aus Bamberg
    Zar

  6. Pingback: Korbsport.de

  7. @ gruebler

    Natürlich sind zwei Spiele mit ähnlichen Stats in aufeinanderfolgenden Saisons Zufall und nicht eine stete Wiederholung aufgrund irgendwelcher Probleme des Trainers oder der Mannschaft.

    Ansonsten wären die Albatrosse als bestes Team in der Tabelle der letzten 20 Jahre auch stets Meister geworden.

    Alba hat Probleme gegen gewisse gegnerische Spielkulturen, aber das bedeutet ja nicht, dass damit für alle Zeiten unter LP Hopfen und Malz verloren wäre. Ich denke, dass Alba zur Vorsaison besser geworden ist, ob das nun zum Achtelfinale im EC reicht, wissen wir erst abends.

  8. Pingback: Korbsport.de » Im Fokus: Ulms Niederlage in Göttingen

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