ALBA vs. Bamberg: Matchball zum Double – Ein Team gegen 13 Individualisten

Die Brose Baskets gewinnen auch Spiel 3 der Finals mit 90:74 und bleiben damit zuhause weiter ungeschlagen, wenn es gegen deutsche Teams geht. Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung sichern sich die Franken in der Finalserie den ersten Matchball. sc-fitzel schreibt, warum Bamberg einfach besser ist.

Berlin wirkte phasenweise regelrecht hilflos gegen diese Bamberger Übermannschaft. So sieht wohl der neue, alte deutsche Meister in der Beko-BBL aus. Die Baskets haben in Spiel 3, taktisch von ihrem Trainer Chris Fleming hervorragend eingestellt, erbarmungslos die Schwächen im Berliner Team aufgedeckt. Hier kommt auf die Albatrosse viel Arbeit zu, wenn Bamberg nicht am Dienstag in Berlin ihre vierte Meisterschaft feiern soll.

Was muss sich also ändern im Spiel der Hauptstädter, damit die Finalserie am Dienstag nicht vorzeitig ihr Ende findet? Fangen wir mit etwas an, was sich nicht ändern darf: die Einstellung. Obwohl ALBA in Spiel 3 bereits zur Halbzeit mit 18 Punkten zurücklag, haben sich die Spieler, bis auf vielleicht ein, zwei Ausnahmen, nicht aufgegeben, sondern haben sich bis zum Schluss reingehängt und versucht den Vorsprung zu verkürzen. Dass sie damit keinen Erfolg hatten, lag primär daran, dass sie es zu sehr mit Einzelaktionen versucht haben und dass einfach zu viele Spieler gestern völlig neben sich standen. Lediglich Heiko Schaffartzik (15 Pts, 4 Reb., 3 Ass.) und Miro Raduljica (11 Pts, 3 Reb.) haben überzeugt. Daneben gab es einige Spieler wie I-Mac, Rochestie, Dragicevic und Femerling, die wenigstens noch einige lichte Momente hatten. Idbihi, Taylor, Jenkins und allen voran Derrick Allen (0 Pts, 1 Reb., 2 TO in 15 Min) waren gestern jedoch Totalausfälle. Das kann man sich gegen diese Bamberger einfach nicht erlauben.

Heikos Ansage: Zwei zu Eins. (c) Randgruppenreisen

Was aber auffiel ist, dass in der Phase als Heiko das Spiel in die Hand nahm, Emotionen auf das Feld und die Tribünen brachte, die Mannschaft nicht mitzog. Es war beispielhaft dafür, dass bei ALBA – anders als bei Brose – gute Aktionen einzelner Spieler kein Feuer in der Mannschaft wecken. Aber wenn eine Mannschaft mit der Lethargie eines Supertankers auf dem Feld steht, verpuffen solche Effekte eben.

In einem der leider zusehends seltener werdenden guten Postings zu dieser Finalserie auf schoenen-dunk schrieb jonber, dass es nicht wahrer werde, wenn man nur wiederholt behaupte, ALBA sei keine Mannschaft. Wir wollen hier widersprechen. ALBA mag als Mannschaft stimmungsmäßig harmonieren, doch auf dem Feld gibt es sichtbare Unterschiede zu dem Zusammenspiel der Franken.

Bei ALBA ist keiner, der sagt, los die holen wir uns jetzt, keiner der seine Mitspieler ermuntert und aufbaut. Dafür aber ewiges Gemotze und Gepöbel an der Seitenlinie. Bamberg hingegen ist als Team geprägt von gegenseitigem Respekt, Anerkennung und so etwas wie „Zuneigung“ zueinander (na gut, an der Seitenlinie haben sie auch noch Heyder). Albas Zuneigung erschöpfte sich in Femerlings Hand auf dem Po eines jeden Schiris im Sekundentakt, während er ihn süffisant niedermachte. Bei ALBA is alles doof und viele sind sich zu schade für Drecksarbeit, weil sie sich toller finden als ihre Mannschaftskollegen (und das aber noch nicht mal offen sagen). Bei Bamberg lieben sich alle und Anton wirft Kusshände. Die schreien sich auch mal derbe an, aber der Grundtenor ist klar: die mögen und schätzen sich sehr. Wahre Liebe gegen Lippenbekenntnisse oder Zweckbündnis. Das ist – zugespitzt – der Unterschied.

Dabei ist Bamberg nicht besser als Berlin. Gavel ist nicht besser als Jenkins oder McElroy. Pleiss ist auf keinen Fall besser als Raduljica. Goldsberry ist verletzt und war nicht vorhanden. Niemand kann uns erzählen, dass Tadda, Roberts, Gavel und Stuckey so deutlich viel besser sind als Jenkins, Rochestie, Schaffartzik und Staiger. Es ist fast schon ein Witz, dass Idbihi, Allen, Raduljica, Dragicevic, Schultze, Femerling nicht Pleiss, Suput (wenn der überhaupt mal unterm Korb war) und Hines dominieren. Wir haben keine Ahnung, was da in dem Team von Berlin los ist, aber währung Bamberg mehr ist als die Summe der Einzelteile fehlt in Berlin „the big picture“. Alle Möglichkeiten sind vorhanden, wenig wird daraus gemacht. Bei Bamberg sehen wir der blanken Wille und eine kämpfende Mannschaft. Dass das im Vergleich so schlecht ausgeht für Alba ist eigentlich ein Armustzeugnis.

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Bamberg ist es gelungen die Albatrosse, die eigentlich mit viel Schwung in der Offense und hoher Intensität in der Defense aus der Kabine gekommen waren, frühzeitig zu verunsichern und in die Ecke zu treiben, in der sie – egal ob der Coach Katzurin oder Pavicevic heißt – schmollend stehen blieben und hadern, statt zu kämpfen. Coach Fleming ließ im ganzen Spiel nach eigenen Freiwürfen eine aggressive 3-2 Zone spielen, mit der ALBA überhaupt nicht zurechtkam. Berlin tut sich ja fast schon traditionell gegen Zonenverteidigung schwer und der Versuch, die Bamberger Zone mit einem high Pick-n-Roll zu knacken, wirke doch eher hilflos. Ein Punkt, den sich auch Coach Muli Katzurin wird ankreiden lassen müssen. Hier muss sich ALBA ganz schnell etwas einfallen lassen, denn Coach Fleming wird in Spiel 4 wohl kaum auf den Einsatz der Zone verzichten.

Pleiss vs. Radulijca unter Boris Augen (c) Randgruppenreisen

Ein wesentlicher Kritikpunkt, der ALBA Berlins Coach Katzurin nicht erst seit diesen Finalspielen entgegen gehalten wird, ist sein eigenwilliges Wechselverhalten. Wurde ihm dabei bisher häufig vorgehalten, dass er viel zu hektisch wechsele, war am Samstag dann eher unverständlich, warum er Jenkins und Raduljica solange auf der Bank hat schmoren lassen. Jenkins war in den ersten Minuten richtig gut in die Partie gestartet und als er raus ging, gab es einen deutlichen Bruch im Offensivspiel der Hauptstädter. Nachdem er gegen Ende der ersten Halbzeit lang gesessen hatte, lief das Spiel weitgehend an ihm vorbei. Raduljica war für mich gestern ein echter Lichtblick im Spiel der Albatrosse während Yassin Idbihi einen rabenschwarzen Tag erwischte. Außerdem war Idbihi zwischenzeitlich sichtlich frustriert und hat dies nicht zuletzt auch den einen oder anderen Bamberger in Form unnötiger Fouls spüren lassen. Warum er dennoch 15 Minuten spielen durfte, ist unverständlich. Das gleiche gilt auch für Derrick Allen. Überhaupt scheint Allen mit seiner Rolle in Berlin nicht richtig glücklich zu werden. Allen ist wohl ein Spieler, der immer die erste Option im Angriffsspiel seiner Mannschaft sein muss, um sein Leistungsvermögen abrufen zu können. Insgesamt wirkt die Kombination ALBA Berlin und Derrick Allen inzwischen wie ein einziges großes Missverständnis.

Ein bisschen Hoffnung sollte den Berlinern der Umstand machen, dass Bamberg auch nicht jedes Spiel derart überragend aus dem Feld treffen wird. Knapp 60% aus dem Feld sind schwer zu toppen. Und unser Eindruck ist, die Quote war vor der Schlussphase, in der beide Mannschaften nur noch wild gezockt haben, sogar noch besser. Man kann nicht davon ausgehen, dass Bamberg in Spiel 4 wieder so traumwandlerisch sicher treffen wird. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ALBA in Berlin vielleicht auch wieder etwas intensiver verteidigen darf.

Insgesamt muss man aber konstatieren, dass ALBA mit spielerischen Mitteln kaum eine Chance gegen die Brose Baskets haben dürfte. Auch der einen Seite sehen wir eine gewachsene Mannschaft, bei der sich die Spieler auch auf dem Parkett gegenseitig unterstützen und nahezu blind vertrauen. Auf der anderen Seite steht eine Reihe hervorragender Individualisten, eine Mannschaft hat sich in dieser Saison aber weder unter dem einen noch dem anderen Trainer gefunden. Auch wenn die Spieler in Interviews immer wieder bestätigen, dass sie unter Coach Katzurin enger zusammengerutscht und an den Widrigkeiten der Saison gewachsen seien, spiegelt sich dies bisher leider zu selten in ihrem Auftreten auf dem Spielfeld wieder. Berlin fehlt die Konstanz, die Bamberg in dieser Saison besonders auszeichnet.

Um am Dienstag eine Chance zu haben, muss vieles „richtig“ für ALBA laufen. Sie werden eine laute Halle brauchen, die die Mannschaft nach vorn peitscht und Eindruck auf die Refs macht. Dass diese sich von der Kulisse beeinflussen lassen, haben sie in diesen Finals wieder einmal unter Beweis gestellt. Selbst die Sport1-Kommentatoren Frank Buschmann und Stefan Baeck sahen sich am Samstag genötigt, darauf hinzuweisen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wurde. Auch wenn dies die Partie sicher nicht entschieden hat – dafür war Bamberg gestern zu stark und Berlin zu schwach – hat es sie doch geprägt. Selten hörte man Basketball-Kommentatoren so offen über eine tendenziöse Linie der Schiedsrichter sprechen. Jede Entscheidung für sich war dabei stets vertretbar, in der Summe wurde aber im Zweifel mit dem Momentum – und damit zwangsläufig gegen ALBA –  gepfiffen. Dies gilt insbesondere für das Maß an Kontakt, das unterm Korb zugelassen wurde.

Relevant ist, wie wenig Berlin aus seinen Möglichkeiten macht und wie wenig übrig bleibt, wenn man die Einzelfaktoren zusammenaddiert. Traurig und beschämend. Wie viel entsteht jedoch wenn man dasselbe bei den Brösels tut? Das Ganze dort ist mehr als die Summe seiner Teile während in Berlins Taschenrechner die meiste Kraft als Reibungsverlust flöten geht. Meckern, Rummotzen, Diskutieren statt Fresse halten und spielen. Außer Heiko, der hat den Kampf angenommen, wurde von seinen Kollegen aber wohl als doofer Streber geoutet und dementsprechend despektierlich beäugt (anstatt, dass man seinen klaren Anweisungen folgt). Statt aber auf und abseits des Feldes zu lamentieren, muss ALBA hier das Spiel selbst in die Hand nehmen. In Spiel Zwei gelang ihnen dies (und die Bamberger fluchten über die Referees).

ALBA muss intensiv verteidigen, damit sie ins Laufen kommen. In der Offense müssen sie mit Herz und Verstand den Korb der Baskets attackieren, anstatt sich auf ihre Jumpshots zu verlassen. Zu häufig sind die nämlich diese Saison einfach nicht gefallen. Wenn überhaupt Vorteile zugunsten von ALBA bestehen, dann am Korb, insbesondere dann, wenn es ihnen gelingt die lange Garde der Basket in Foultrouble zu bringen. ALBA muss versuchen, seine tiefere Bank zur Geltung zu bringen und zwar nicht nur dadurch, dass Katzurin wieder wie wild wechselt, sondern dadurch dass sich die Baskets mit „40 minutes of hell“ konfrontiert sehen. Das gefällt dann zwar den Basketball-Ästheten unter den Berliner Fans nicht, ist aber trotzdem im Augenblick ALBAs beste Chance auf einen Sieg gegen Bamberg. „Europäischen“ Basketball und mannschaftliche Geschlossenheit werden wir wohl bei ALBA frühestens in der nächsten Saison wiedersehen. Einstweilen sind es samt Coach dreizehn Individualisten. Und deswegen wird Bamberg als Team Meister werden.

Ein Text von sc-fitzel mit Beiträgen von gruebler und oldschoolballerDie Bilder sind mal wieder Copyright Randgruppenreisen…

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10 Gedanken zu „ALBA vs. Bamberg: Matchball zum Double – Ein Team gegen 13 Individualisten

  1. Kollektives Long-Distance-Blogging, das nenne ich mal progressiv. Der Text wird durch eure wertvollen Ergänzungen erst richtig rund.

  2. Der Beitrag wirkt arg zusammengestöpselt; drei (?) Köche verderben den Brei.

    „Bei ALBA ist keiner, der sagt, los die holen wir uns jetzt, keiner der seine Mitspieler ermuntert und aufbaut. Dafür aber ewiges Gemotze und Gepöbel an der Seitenlinie. Bamberg hingegen ist als Team geprägt von gegenseitigem Respekt, Anerkennung und so etwas wie „Zuneigung“ zueinander “

    ???????????
    „Relevant ist, wie wenig Berlin aus seinen Möglichkeiten macht und wie wenig übrig bleibt, wenn man die Einzelfaktoren zusammenaddiert. Traurig und beschämend. Wie viel entsteht jedoch wenn man dasselbe bei den Brösels tut? Das Ganze dort ist mehr als die Summe seiner Teile während in Berlins Taschenrechner die meiste Kraft als Reibungsverlust flöten geht. Meckern, Rummotzen, Diskutieren statt Fresse halten und spielen. Außer Heiko, der hat den Kampf angenommen, wurde von seinen Kollegen aber wohl als doofer Streber geoutet und dementsprechend despektierlich beäugt (anstatt, dass man seinen klaren Anweisungen folgt). “

    ??????????????

    Wo ist die Substanz dieser Textteile? Ich war in allen drei Spielen der Finals (und auch sonst in Berlin immer) in der Halle und finde das einfach Quatsch. Beide Mannschaften stehen in den Finals, bei einer ist alles Gold, bei der anderen alles Dreck?? Da sind irgendwie die Maßstäbe verrutscht. Tut mir leid.

    • @Didi: es liegt in der Natur der Sache, dass wenn man einen (vermeintlichen) Mißstand aufzeigt, man zum Zwecke der Verdeutlichung etwas überspitzt formuliert oder deutlich mehr schwarz und weiß zeichnet als es der puren Faktenlage nach der Fall ist.
      Wie Tiuz gerade auf SD (leider nicht hier) geschrieben hat: auch wir sehen es so, dass ALBA eigentlich alle Mittel und Möglichkeiten hat, teilweise sogar bessere als Bamberg, sie aber nur ungenügend ausnutzt oder nicht sehr effizient einsetzt. Brose arbeit an selber Stelle mit deutlich höherer Effizienz als Berlin- und hier liegt auch die Relevanz der angesprochenen Textteile.
      Nocheinmal komprimiert: Bamberg ist eine hocheffiziente Maschine, die aus ihren Einzelteilen zur Zeit das Optimum herausholt, ja sogar die einzelnen Bestandteile im Gesamtverbund besser macht. ALBA hingegen ist gewissermassen „aufgebläht“ und „ineffizient“, nicht als absoluter Wert, aber eben nun mal im Vergleich (und um den geht es ja in einer Finalserie). Berlin verliert zu viel vorhandene Substanz durch Scharmützel auf Nebenschauplätzen, statt zu versuchen die eigenen Schwächen zu minimieren und die eigenen Stärken optimal zu betonen. Etwas was Bamberg mit Bravour beherrscht.

      In eigener Sache: hier sind Vollzeitberufstätige in (mehr oder minder ;-)) verantwortungsvollen Jobs nebenbei/nachts am Werke. Manchmal wundere ich mich, wie wir das überhaupt schaffen, ein solches Niveau auf Hobbybasis auf die Beine zu stellen und dauerhaft anzubieten. Soll jetzt beileibe keine Selbstbeweihräucherung sein, aber ich denke, wir machen da im allgemeinen nen sehr guten Job – immer auch mit dem Anspruch eine gehaltvolle Basis zum Reden zu bieten. Um so mehr freut es mich, dass die, die wirklich noch mit anderen tiefergehend diskutieren wollen, tatsächlich den Weg zu uns finden. In diesem Sinne: wir geben uns immer alle Mühe und hoffen dafür dann an Stellen, wo es zB aus Zeit- oder Platzmangel etwas grobschlächtiger zu geht, auf euer Verständnis.

  3. Substanz, ein schönes Wort. Und genau das, was den Unterschied zwischen Bamberg und Berlin ausmacht. Vielleicht symptomatisch, dass es manchmal drei Federn braucht, um über ALBA was anderes als Schiridebatten zu entspinnen. Mag sein, dass unterschiedliche Autoren unterschiedliche Akzente gesetzt haben, die hier und da nicht geschliffen sind. Vielleicht ähnlich wie bei ALBA wo viele – offenbar ja nicht alle – mehr ein Nebeneinander als ein Miteinander sehen. Und genau das, Substanz nämlich, Substanz als Team, substantielles gemeinsames Spiel, Substanz über ein einzelnes erfolgreiches Spiel, ein gutes Viertel hinaus, vermissen wir.

  4. Danke, danke, danke. Endlich spricht mal jemand deutlich öffentlich aus, wo es beim (eigenen!) Team hapert!

    Ich hoffe sehr auf einen Sieg in Spiel 4, würde mich auch nicht über den Titel beschweren. Der wäre aber für die weitere Entwicklung wohl nicht so förderlich, vor allem indem (weiterhin) notwendige Veränderungen blockiert würden. Mal davon abgesehen, dass dann nicht das beste TEAM (!) gewonnen hätte.

    Aber nicht nur die TEAMleistung ist/war entscheidend. Auch die vielfach behauptete „Klasse“ hervorragender Individualisten vermag ich nicht zu erkennen. (Wäre die vorhanden, könnte das wenigstens reichen, den besseren Gegner ordentlich zu ärgern.)

    Heiko besser und intensiver, je länger und härter die PO werden (siehe übrigens auch S. Hamann!), Jenkins anscheinend endlich mal entschlossen und „mit Eiern“, der eigentlich stets (!) untadelige I-mac ganz offensichtlich noch immer sehr gehandicapt, Yassin jetzt mit seinem ersten „Ausfall“ in PO (wieso wird das gerade auf der Position nicht kompensiert?).

    Der Rest? Schweigen.

  5. Leider wird ein durchaus differenzierter Artikel durch zu viele Phrasen und Überspitzungen sehr geschwächt. Nach Niederlagen ist nicht alles schwarz, nach Siegen nicht alles gold. Man müsste sich sonst fragen, warum Bamberg nicht die Euroleague gewonnen hat und Alba nicht abgestiegen ist. Oder um es überspitzt (!) zu sagen: warum nicht ALLE Bamberger Spiele mit 100:50 ausgehen.

    Ich bleibe daher bei der Aussage: durch tausendmaliges Wiederholen wird etwas nicht wahr, was einfach nicht stimmt. Mag ja sein, dass es bei Bamberg besseres Teamplay gibt als bei Berlin und sie deshalb Meister werden. Aber dass in Berlin „kein Team“ sei, ist und bleibt schlicht falsch. Richtig ist, dass wir ein Finale sehen, wo die Tagesform entscheidet (und wo der Unterlegene frustriert ist). Ich habe auch gar nicht gesehen, dass Albaner so sehr hadern (oder mehr als die Bamberger); das meiste ist von außen hereingebracht worden. Buschmann und Baeck reden dauernd über die Schiedsrichter, und jeder dritte Satz ist „wir sollten aber nicht…“

    Es gibt aber auch vieles, wo ich zustimme: dass sich Alba nicht aufgegeben hat, dass sich Alba Totalausfälle bei Allen und Idbihi nicht leisten kann, dass Bamberg wirklich sehr gut gespielt und vor allem verteidigt hat, etc. Selbstredend ist das hier eine Wohltat im Vergleich zu SD…

  6. @oldschoolballer
    In der „komprimierten“ Form kann ich dem Beitrag voll zustimmen. Ich war nur etwas irritiert, weil der Originalbeitrag in einigen Passagen eher SD als Gruebelei war ;).

    Ich mache mir nichts vor: Brose ist als Mannschaft stabiler, ALBA diese Saison Roller Coaster. Ich glaube nicht, dass es in der Mannschaft nicht „stimmt“, sondern eher das die Leitwölfe fehlen bzw. die potentiellen Leistungstäger letztlich zu soft sind.

    Qualtität der Beiträge und Euren Aufwand weiss ich durchaus zu schätzen!

    • Didi, ich weiß ;-) Ich finde es gut, dass die Passagen im Text stehen und wenn man zusätzlich weiß, wie die Passagen zustande kamen, wird es vielleicht klarer: da hat sich jemand aufgeregt, dass massenweise Kalorien auf allen Ebenen verbrannt werden (von sport1 über SD bis zu Vereinsverantwortlichen in höchster Position) um über Schiedsrichterleistungen zu diskutieren anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Von 2 gestandenen sport1-Moderatoren erwarte ich mir zum Spielverlauf einfach mehr analytisches und mehr Information, als plumpe SR-Schelte. Die scheint zwar momentan tierisch en vogue zu sein, ist mMn jedoch überhaupt nicht relevant für diese Finalserie. Es gibt und gäbe so viel spannende Schachzüge, die da auf dem Feld probiert werden und auf kluge Kommentierung warten….statt dessen kapriziert man sich auf die gleiche Schaumschlägerei wie überall. Schade!
      Und ich finde auch, dass es insofern (!) in der Berliner Mannschaft nicht stimmt, als dass es offenbar vorgelebter Usus (böse formuliert Corporate Identity von Alba) ist, nach bzw. sogar in einem Spiel wie Spiel 3 weiter pausenlos über SR zu diskutieren, statt selber das Spiel in die Hand zu nehmen und die Dinge zu verbessern, die man selber (!) verbessern kann. Eigentlich müßte ein jeder Alba-Spieler sagen: „Klappe jetzt, lasst uns spielen.“ Statt dessen ist unglaublich viel gemeckert worden (1.) zu Unrecht wie ich finde und 2.) zum Schaden des Berliner Teams). Es ist ganz, ganz wenig an die eigene Nase gefasst worden, aber viel auf andere geschoben. Der Einzige, der sich wirklich um das eigene Spiel kümmern wollte, war Schaffartzik. Er wollte führen und machte klare Ansagen, die teilweise offen missachtet wurden, warum auch immer. Das fand ich bedauerlich und unnötig. Ein wesentlich spannenderes Thema, als SR. Auch die Katzurin-Pressekonferenz fand ich grundlos destruktiv. Woher der beleidigte Abgang? Wirkte wie ein Showauftritt, wobei mir Sinn und Zweck unklar sind, ebenso wie der Auslöser. Kurz gesagt: schmollen ist unsexy ;-)

  7. Pingback: Not in our house! | gruebelei.de

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