Die „Woche der Wahrheit“ als Feuerprobe für den Coach

ALBA Teamhuddle. Photo: Christina Gerts„Woche der Wahrheit“ nennt ALBA Berlin das, was diesen Freitag mit dem Heimspiel gegen die Braunschweiger Phantoms beginnt und am nächsten Samstag gegen Bamberg erst einmal endet. Drei Spiele gegen die Spitzengruppe der BBL. Ich versuche mich an einer Momentaufnahme der Gegner und daran, aufzuzeigen, warum für ALBA mehr auf dem Spiel steht als nur drei Spiele gegen starke Mannschaften .

18:8 ist die Bilanz ALBA Berlins acht Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde. Auf schoenen-dunk schreiben viele Fans, dass ALBA sich eher nach unten absichern als nach oben orientieren müsse. Nur um es in Relation zu setzen: Seit der Saison 1994/1995  standen bei ALBA zum Ende der Hauptrunde nie mehr als neun Niederlagen zu Buche.*   Verliert ALBA aus den kommenden Spielen noch mehr als eins ist es die schlechteste Hauptrunde seit anderthalb Dekaden. Und mitnichten kann man dies nur dem geschassten Luka Pavicevic ankreiden. Dessen Siegquote in der Liga lag diese Saison bei 68 %. Katzurin liegt bei 71 %, hatte aber noch keinen einzigen Gegner aus der Spitzengruppe der Liga.

Nach den Startschwierigkeiten unter dem neuen Coach, dem Ausscheiden in Pokal und EuroCup unter seiner Verantwortung, wird es nun wichtig. Erst zwei Siege gegen Playoffteams (In Oldenburg und Trier**) kann Katzurin mit ALBA Berlin aufweisen.  Nun bekommt er Gelegenheit zu zeigen, dass seine Art Basketball zu spielen, variable, ja teils chaotisch wechselnde Verteidigungen und eine Offensive, die teils an 7-Seconds-or-Less erinnert, gegen die Spitzenklasse der BBL bestehen kann. Die Schonfrist, in der wir grummelnd eine 4:6-Bilanz aus den ersten 10 Spielen hinnehmen mussten, ist vorbei, Argumente wie „Umstellung braucht Zeit“ sind rund zwei Monate und 13 Spiele nach dem Trainerwechsel deplatziert.

In den vergangenen Wochen wurde noch einmal gründlich umgebaut. Mit Rochestie kam ein neuer Pointguard passend für den Stil des Coaches und mit Center Miro Raduljica – immerhin einem serbischen Nationalspieler und Vize-Europameister 2009  – wurde die Mannschaft verstärkt. Die Fehleinkäufe Price und Marinovic mussten gehen. Auch Jenkins mal wieder schmerzenden Ellenbogen akzeptiere ich als Ausrede nicht. Das Problem ist bekannt und vermutlich eingepreist.

Wahrheit 1: Mit Braunschweig wartet ein oft verkanntes Klasseteam der Liga

Morgen treten die New Yorker Phantoms in der o2 world an. Letzte Saison noch Hauptrundenachter und Schrecken der Oldenburger in den Playoffs hat ihnen der Abgang von Schaffartzik und Idbihi nicht geschadet. Tabellenplatz fünf und eine Teilnahme am Pokal-Top4 ist die bisherige Bilanz der Mannschaft um den Euroleague-Champion (mit CSKA) Goree und den kaum weniger europaerfahrenen LaMarr Greer. Der Braunschweiger Topscorer Brandon Thomas hat sich zu einem der auf dem Statbogen komplettesten Spieler der Liga gemausert. Mit 13,7p, 4,2r, 1,9a reiht er sich ohne weiteres in die erste Reihe der Swingman der Beko BBL um Paulding, Jacobsen, McElroy ein, lediglich bei den Assists schwächelt er. Dabei hat Braunschweig einen extrem hochprozentig abschließenden Frontcourt, der einen guten Anteil daran hat, dass Braunschweig die beste Quote aus der Nahdistanz (61%) hat. Dunks sind eben sicher. Dazu sammeln gerade Visser und Goree überdurchschnittlich viele offensive Bretter ein, gehören beide zu den Top 15 der Liga. Auch in der Tiefe braucht sich der Braunschweiter Frontcourt vor den Spitzenteams nicht zu verstecken. Hinter Visser, Goree und Cain warten Nils Mittmann als Mann für die kleinen Dinge und der 2,21-Mann Nick Schneiders. Dass sich Rookie-Pointguard Tony Skinn im Laufe der Saison gemausert hat, er erinnert mich etwas an Bobby Brown mit schlechterem 3er, ist die Sahne auf dem Kuchen. Im Hinspiel in Braunschweig verlor ALBA 87:95 mit einem Reboundverhältnis von 17:32 aus Berliner Sicht und 23 % von jenseits der 6,75m. Die typischen ALBA-Schwächen nutzt Braunschweig gnadenlos aus.

Wahrheit 2: Die Frankfurt Skyliners haben sich längst vor ALBA geschoben

Der zweite Teil der Wochen der Wahrheit folgt dann schon am Sonntag. In der Frankfurter Ballsporthalle muss ALBA bei den Skyliners antreten. Auch wenn die diese Saison mit vielen Wechseln, finanzieller Ungewissheit und Kurzzeitverträgen von sich reden machten, hat Coach Gordon Herbert nie einen Zweifel aufkommen lassen, dass er zu jeder Zeit ein Spitzenteam coachte. Der wahrscheinliche MVP dieser Saison, DaShaun Wood führt die Skyliners an. In 12 Spielen legte er mehr als 20 Punkte auf. Seine 18,9p, 4,6r, 5,8a bei 47 % aus dem Feld und eine Effektivität von 19,9 im Saisonschnitt heben ihn von allen anderen Spielern der Liga ab. Dass er dafür nur knapp über 30 Minuten auf dem Feld ist, zeigt nicht nur wie ausgeglichen die Frankfurter Mannschaft ist, sondern auch, wie einmalig diese Leistung ist. Beim Blättern durch die Stats der letzten Jahre fiel mir kein ähnlich dominanter Pointguard in der BBL auf. Wisniewski spielte viel mehr. Am ehesten erinnert das komplette Paket an einen Spieler wie Eidson, der freilich eine andere Position spielte. Wird Rochestie, der letzte Saison der statistisch beste Pointguard der Liga war, ihn bremsen können? Doch Frankfurt ist eben nicht nur Wood. Da gibt es einen variablen, atlethischen und schnellen Frontcourt um Muurinen, Powell und Moss ergänzt mit Marius Nolte. Da ackert Tez Robertson, mit 5,6 Rebounds der wohl am besten reboundende Guard der Liga. Mit Wood, de Mello, Shepherd, Tez , Roller und McKinney wartet eine ganze Batterie an Außenspielern. Und nachdem sich das Lazarett leert hat, wie das frblog schreibt, kann auch wieder damit gerechnet werden, dass Altnationalspieler Pascal Roller in entscheidenen Momenten Verantwortung übernimmt. He still got huge hairy balls (kultureller Hintergrund bei usaerklaert) , das wurde bei vielen knappen Spielen diese Saison deutlich. Wenn Braunschweigs Stärke eine effiziente Offensive ist, dann muss man bei Frankfurt die Defense hervorheben. Knüppelhart, in sechs Spielen ließen sie gar weniger as 60 Punkte (9 Spiele unter 70) zu. Da ALBA seit dem Trainerwechsel selbst mehr Punkte zulässt und somit viel mehr scoren muss, wird äußerst spannend, ob der Sieg aus dem Hinspiel (81:77 trotz 32 Punkten von Woods) wiederholt werden kann.

Wahrheit 3: Bamberg ist das Maß aller Dinge

Wenn nach den Spielen gegen Braunschweig und in Frankfurt noch nicht der Katzenjammer in Berlin ausgebrochen ist, dann wartet noch Bamberg. Bamberg 2010/2011, das ist „eine historisch gute Mannschaft, die weitaus besser ist als die Summe ihrer Einzelteile,“ schreibt Sven Simon in der aktuellen FIVE #76 (am Kiosk). Es ist viel über die Bamberg geschrieben worden. Svens reflektierter Text (absolute Leseempfehlung) ist nur ein vorläufiger Höhepunkt in der Analyse. Nach der traumatisierenden 103:5115 Niederlage kurz vor Weihnachten, dem Anfang vom Ende der Ära Pavicevic, schrieben wir:

Die Brose Baskets spielen momentan einen Basketball, der in der Beko BBL einmalig ist. Dass sie in der Euroleague nicht weitergekommen sind, ist sehr schade und den teils unnötigen Niederlagen gegen Rom geschuldet. Wer Real Madrid und Olympiakos Piräus schlagen kann, spielt auf einem Niveau, das wir – wenn überhaupt – lange nicht mehr in der BBL gesehen haben. Brose hat Spaß am Spiel, die Spieler haben Spaß am Team. Jeder funktioniert als Zahnrädchen in einer gut geölten Maschine. Kein Einzelteil ist wichtiger als das Gesamtkonstrukt. Wir hatten lange nicht mehr so viel Spaß dabei, einer deutschen Vereinsmannschaft auf dem Parkett zuzuschauen.

Diese Bewertung steht. Gut, zwischenzeitlich haben Düsseldorf und Göttingen es geschafft Bamberg eine makellose Bilanz zu vermiesen, doch gegen Bamberg geht diese Saison jede Mannschaft als gnadenloser Underdog ins Rennen. Anders als Frankfurt mit Wood haben sie keinen herausragenden Star sondern gleich einen ganzen Berg an MVP-Kandidaten: Jacobsen in Topform, Goldsberry als difference maker***, Tibor Pleiss mit beeindruckendem Effektivitätswert von 14 in 21 Minuten (Mit 26,6 Eff per 40Min die Nr. 2 der Liga hinter Bryant). Sechs Spieler scoren zweistellig. Bamberg scheint unstoppable. Geht es für ALBA nur noch darum, ein zweites Debakel zu verhindern?

Es geht um viel, es geht um das Selbstverständnis ALBAs

Vielleicht kommt es aber auch anders, denn nach den „leichten“ Gegnern der letzten Wochen weiß wohl niemand so genau, wo ALBA gegenwärtig steht. Der Begriff „Wochen der Wahrheit“ trifft folglich zu. Am Abend des 27.3.2011 wissen wir, ob der gegenwärtige Tabellenplatz drei mehr als schmeichelhaft ist oder ALBA wirklich zu den Spitzenmannschaften gehört. Am Ende der Woche kann ALBA aus dem Playoffheimrecht rausgerutscht sein oder das Spiel bei den Dragons zum Entscheidungsspiel werden. Am Ende der Woche kann mit drei Siegen aber auch ein großer Schritt nach vorne gemacht sein und sogar Frankfurt und Tabellenplatz zwei wieder in Reichweite kommen. Es steht viel auf dem Spiel, denn mit dem in dieser Saison veränderten Qualifikationsmodus für die Europapokalstartplätze muss ALBA wohl mindestens dritter der Abschlusstabelle (d.h. nach der Hauptrunde bestplatzierter Halbfinalist) werden, damit man sicher im EuroCup starten darf. Will man diese Frage selbst in der Hand behalten und nicht von Playoff-Upsets anderer abhängig werden, ist mindestens der dritte Tabellenplatz Pflicht. So wie nach unserer Einschätzung die europäische Leistung bei der historischen Bewertung der Leistung Luka Pavicevics das Bild positiv beeinflusst, gilt dies umgekehrt auch für Katzurin. In Europa eine 1:3 Bilanz und die Gefahr, die sportliche Qualifikation für den EuroCup zu verpassen. Verfehlt er auch dieses Ziel, wird es wohl nicht nur die schlechteste ALBA-Hauptrunde, sondern das schlechteste Saisonergebnis überhaupt seit einer Ewigkeit und wäre mitverantwortlich für ein vorläufiges Ende des Verständnisses ALBA Berlins als sportlichem Aushängeschild des deutschen Basketballs. Die kommenden drei Spiele sind seine Feuerprobe. Anlässlich Katzurins Verpflichtung und in der Folge hörten wir, dass nun die Meisterschaft oberste Priorität habe. Ab morgen kann er beweisen, dass er das Zeug dafür hat auch Playoffteams zu schlagen. Genug Zeit hatte er. Die Schonfrist ist vorbei.

* Vor der letzten Saison waren es nie mehr als 8. Die 9 Niederlagen letzte Saison war die vierthöchste Zahl der Vereinsgeschichte.

** Panellinios ist in Griechenland Tabellenzehnter.

*** Die Niederlagen in Rom und Düsseldorf kann man durchaus an seinem Fehlen festmachen, und auch in Göttingen legte er erstmal in der Saison einen negativen Effektivitätswerk auf.

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17 Gedanken zu „Die „Woche der Wahrheit“ als Feuerprobe für den Coach

  1. Interessant, was der Hausherr über unsere kommenden Gegner schreibt.

    Leider fast nix über Albas Möglichkeiten und Fähigkeiten.
    So wächst in mir die Ahnung, Alba wäre in allen Spielen nur der Underdog und nur eine Laune des Basketballgottes könne es verhindern, dass diese Saison weit unter den allgemeinen Erwartungen endet.

    Selbst, wenn alle drei Spiele gewonnen werden, dann sind immer noch die Playoffs die wichtigeren Spiele. Platz 2 oder 3 der Hauptrunde erreicht und dann ein Aus in der ersten Runde wäre wohl ein ziemliches Debakel.

    • Jaja, wichtig sind nur die Playoffs, die Playoffs sind eine neue Saison. Ich kann solche Ausflüchte nicht mehr hören. Natürlich wäre ein Viertelfinalaus dramatisch. Playoffs sind aber erst im Mai. Wichtig ist das nächste Spiel, bzw. die nächsten drei. Jetzt geht es um die Hauptrunde und die ist durchaus wichtig, wie ich darstelle, oder willst du diese schon ganz abschreiben und drauf vertrauen, dass ALBA schon irgendwie Meister wird?

  2. Underdog ist Alba zwar nicht, doch im Gegensatz zu früher ein stets schlagbarer Gegner für Braunschweig, Frankfurt und Bamberg. 3 Niederlagen in diesen Spielen sind nicht undenkbar, was dann Alba?

    Bei 2 Niederlagen (in Frankfurt und in Berlin gegen Brose) wird es eng werden mit dem von @Gruebler als Minimum aufgezeigten Platz 3 wegen Europaqualifikation. Diese 2 Niederlagen sehe ich als realistisch an.

    Es wäre eventuell besser gewesen, wenn Alba zu Beginn der „Muli“-Verpflichtung gegen einen dieser 3 gespielt hätte, denn dann wäre es nicht so hart gekommen.

    Für Brose ist es gut das Spiel bei Alba, denn so kann Fleming wieder den eingezogen Schlendrian unter dem Motto: Warum volle Pulle, es reichen doch auch 80% den Garaus machen. Gegen Alba müssen stets 100% sein.

  3. Ich vertraue naturgemäß gar nicht darauf, dass Alba Berlin sowieso und irgendwie Meister 2011werden wird.

    Leider ist aber Alba Berlin immer noch in einem Erscheinungsbild verhaftet, welches meiner bescheidenen Meinung nach immer noch sehr viel Konstanz vermissen lässt. Selbst wenn Alba all die anstehenden Spiele gegen die BBL-Promimenz gewinnt, dann ist für mich, Alba immer noch nicht in einer Verfassung, welche irgendwelche Schlüsse auf den Saisonabschluss ziehen lassen würde.

    Alba wird auch durch drei Siege in Folge nicht plötzlich zu einem ganz anderen Team. Dazu ist das neue System noch viel zu wenig erprobt und verinnerlicht.

    @’Grübler: Ich sehe nicht, wie man die bisherige Hauptrunde durch drei Siege jetzt noch großartig in ihrem Bild zum guten verändern kann.
    Alba hat Göttingen geschlagen, welche aber Bamberg im Zaume halten konnten. Die Formkurve bei Alba zeigt nach oben. Wie weit Alba auf dem Wege nach oben zurück gelangt ist, kann man sicher in ein paar Tagen sagen, aber eben nicht, wie weit es auf diesem Wege doch noch gehen kann. Zwischen Ausscheiden in Runde 1 bis Finaleinzug mit welchen Gegnern dazwischen auch immer, das ist der Rahmen, in dem ich Alba noch immer sehe – und zwar unabhängig davon, ob man nun noch Platz 2 angreift oder FfM besiegen kann.

  4. Ein Sieg gegen Braunschweig ist Pflicht. Gegen Frankfurt muss man schauen was so geht und gegen Bamberg sollte man nicht gewinnen. In den Playoffs kann man sich immernoch beweisen. Dass muss man nicht zu früh tun.

    Ich wünsche mir ausserdem, extrem gelassene (Neu-)Berliner, die nicht schon wieder den Weg für eine erneute Panik bereiten. „Schonfrist vorbei!“ Ja, und?

    • „Die Schonfrist ist vorbei.“ Klar, ich sage deutlich, dass ich nicht mehr nur grummeln werde und zähneknirschend einräume, dass es ja nen Umbau gab. Das waren 50 Tage, eine gute Saisonvorbereitung. Bis zu den Playoffs sind es weniger und Spieler tauschen kann man auch nicht mehr. Entweder es klappt, oder es klappt nicht. Ich lasse mich überraschen.

      Denn gleichzeitig ist es auch so, dass wir in der Liga zuletzt ein Schonprogramm hatten. Bayreuth, Oldenburg, Ulm und Düsseldorf in der Siegesserie. Auch das ist vorbei und nun werden wir sehen, wie das Team und der Coach gegen die Topteams bestehen.

  5. Im Nachhinein betrachtet war Oldenburg kein solcher Gegner wie gedacht.
    Und trotz aller Kapriolen während der Saison steht Alba immer noch verdammt weit oben, da es in dieser Saison bisher eben nur ein sehr gutes Team gibt, danach ist dann gleich die Lücke zum Rest, und ab Platz 2 bröckelt es so langsam gen Tabellenende.

    @ poldibär:

    In welchen Jahren war denn Bamberg, Frankfurt und auch Braunschweig immer ein (leicht) schlagbarer Gegner der Albatrosse?
    Bamberg zählt sich doch schon zu den Traditionstopteams der Liga, und gegen Frankfurt (besonders IN) und auch gegen Braunschweig war es ja nicht immer ein Schaulaufen – und zwar unabhängig davon, wie Alba dann am Ende abgeschnitten hatte. Die Zeiten, in denen Alba mit 2, 3 Hauptrundenniederlagen durch die Saison schritt, um sich dann in den Playoffs den Titel in 7, 8 Spielen zu holen, sind ja doch schon etwas vorbei.

    Es gibt keine Schongegner in dieser Liga, Bamberg verlor gegen den letzten und den zehnten der Liga – und eben nicht gegen die Plätze 2-6.

    Es gibt wie jedes Jahr ein paar Überraschungen, positiv wie negativ, Bonn, Göttingen oder Trier – und noch viel weniger Teams, die alljährlich sicher in den Playoffs landen. Das ist es.

  6. @Grübler
    Das Ende Deines Artikels deutet unterschwellig an, dass man alle drei Spiele gewinnen muss, da die Schonfrist vorbei ist. In deiner Antwort relativiert sich dies etwas. Selbst wenn es keinen Umbau mitten in der Saison gegeben hätte, wäre es möglich gegen den Tabellenersten und -zweiten zu verlieren. Vielleicht auch unglücklich. Würde man alle drei Spiele deutlich dominieren, wäre Alba plötzlich Titelkandidat. Und das nach dieser Saison?! Ich glaube nicht, dass Bamberg jetzt schon schlagbar ist, trotz offizieller Beendigung der Schonfrist.

  7. Kurze Frage @Schnorri., ist Göttingen eine negative Überraschung weil sie die POs verpassen oder eine positive Weil sie in Europa noch rocken?
    mmmhhhhh….ich glaube Göttingen wirkt als negative Überraschung weil wir (und die Liga) es mittlerweile gewohnt ist, dass Lila overperformed, das tun sie aktuell nicht, Performance normal national würde ich sagen, dass enttäuscht uns (mich) Fans, negatiev Überraschung wird aber somit dem großen ganzen nicht gerecht!

    Und die Leistung in Europa steht ausser jeder Kritik auch wenn eine ländliche Region das nicht akzeptieren will….

    btw, dass die „besseren“ Diskussionen hier stattfinden nervt mich seit Gründung der gruebelei und lässt mein Einsatz im so called Manta überdenken…aber erst nächste Saison (zwinker)

  8. Sorry, Poldi aber das ist doch wieder nur die Angst vor der eigenen Courage. Jedes Team in der Liga ist, wie gruebler sehr treffend schreibt, Underdog gegen Bamberg. Brose hat ein historisch gutes Team und alles andere als eine Meisterschaft am Ende der Saison wären eine riesen Peinlichkeit, so wie es das für ALBA Teams der 90er Jahre gewesen wäre. Face it!
    Ich sehe es ansonsten ähnlich wie gruebler, habe die Saison aber schon mehr oder weniger abgeschrieben und mich damit abgefunden das man am Ende wohl 4. werden wird (chronische Auswärtsschwäche).
    Entgegen vieler sehe ich aber ein Viertelfinalaus durchaus positiv, denn lieber verliere ich im Viertelfinale gegen Team xyz als den Bayern im HF oder Finale einen Playofferfolg gegen ALBA zu gönnen.
    @schnorri Langsam glaube ich echt du wirst von ALBA bezahlt….

    • @Luap

      Angst vor der eigenen Courage? Nein, denn ich seh Brose schon als Favorit auf die Meisterschaft. Wenn es nicht klappt dann muß ich bzw. wir Bambergfans mit der Häme und dem Spott leben denn der bessere hat sich durchgesetzt und dem wird dann gratuliert.

      Doch Alba als Underdog gegen Braunschweig und gegen Frankfurt, ist doch Untertreibung.

      Wünsche allen Teams keine Spieler-Verletzungen mehr und rechtzeitige Gesundung der jetzt Verletzten, damit alle in bester Verfassung sind.

  9. ich sehe mittlerweile als leichten favorit gegen frankfurt, hoffe aber das frankfurt das ding und hoffneltich den direkten vergleich gewinnt

  10. Von Alba bezahlt? Ich? Von welchem Geld denn? Wo doch die Zuschauerzahlen zurück gehen und auch am Hallenpersonal gespart wird…

    Andererseits haben Teile der Verwaltung des Landes Berlins in vielen vielen Jahren ja keinen Anteil an der allgemeinen Einkommensentwicklung nicht nur des Öffentlichen Dienstes NICHT teilgenommen, so dass mir der Sinn nach Zusatzeinkommen schon steht.
    Aber aus familienpolitischen Gründen habe ich keine Zeit für Mehrarbeit außerhalb meiner Behörde. ;-) :-)

    Mir würden drei Siege genauso wenig Zuversicht für die Playoffs vermitteln, wie drei Niederlagen der sichere Untergang in derselben Saisonphase wären. Face it ;-)

  11. Nur um mal meinen Senf zum Thema abzugeben: Ich bin zwar kein Dauergast in der O2-World, aber zwischen fünf und zehn Spiele pro Jahr sehe ich mir immerhin an. Und da muss ich sagen, dass mir die Spiele unter Muli Katzurin sehr viel mehr Spaß gemacht haben – nicht unbedingt wegen der Endresultate (war zum Beispiel auch bei der Klatsche gegen Sevilla da), aber von der Spielweise her. Es gibt sicherlich genug, die langsamen Systembasketball bevorzugen und die auch jahrelang unter Luka Pavicevic auf ihre Kosten kamen. Ich finde Katzurins schnelleres Spiel wesentlich attraktiver, finde, dass da auch einige Spielertypen wesentlich besser zur Geltung kommen (insbesondere Bryce Taylor und Julius Jenkins) und Albaa insgesamt unberechenbarer ist. Unter Pavicevic konnte man schon nach ein paar Spielen etliche Spielzüge voraussagen, wobei der, der Jenkins solange um Blocks und Screens schickt, bis er einen freien Wurf haben könnte (und währendessen der Point Guard an der Birne steht und dribbelt) mein persönlicher Favorit war.

    Dass man damit auch Erfolg haben kann, hat zum Beispiel das gestrige Spiel gegen Göttingen gezeigt. Klar, nach den Dreiern von Taylor, als der Ball vom Ring reinsprang, und McElroy, als er aus gefühlten neun Metern verwandelte, war mir auch klar, dass da heute Abend eine ganze Menge für Alba läuft. Dass man einen derart hochklassigen Gegner aber so dominiert (und das ohne den besten Spieler), spricht trotzdem meines Erachtens für sich. Wie das dann morgen gegen Frankfurt und vor allem in einer Woche gegen Bamberg aussieht, muss man abwwarten – trotzdem, nach Jahren, in denen ich den langsamen, vorhersehbaren Basketball marke Pavicevic ertragen habe und der eben gerade in den Playoffs (meiner Meinung nach) zu wenig Überraschungsmomente beinhaltete, traue ich Alba dieses Jahr schon mehr zu, auch wenn Bamberg mit Sicherheit der Topfavorit sein wird. Dennoch, das nur mal als Eindrücke und Perspektiven eines Gelegenheitsbesuchers – der Spaßfaktor bei Alba hat jedenfalls in den letzten zwei Monaten zugenommen, wenn man sich nicht nur auf die Ergebnisse fixiert (der Satz ist wohl auch der, der am besten zeigt, dass ich kein treuer Fan bin :P ).

  12. Pingback: Sahne auf dem Kuchen – ALBA vs. Brose « gruebelei.de – Ansichten eines Basketballfans

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