Der doppelte Dirk – Eine verdammt scheinheilige Debatte

Manchmal hat man ja solch seltsame Flashbacks – das kennt bestimmt jeder. Und manchmal dauern die sogar so lange, dass man sicht nicht mehr entsinnen kann, was war zuerst? Das heftige Kopfschütteln und dadurch verursacht der schwindelnde Sturz durch Zeit und Raum? Oder das millionenpixelscharfe Déjà vu vor Augen, dass das kontusionsträchtige Kopfschütteln verursacht?

Aus Kindertagen kennen wir alle Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ und aus cooleren Zeiten dann „Back to the Future“ aus dem Kino oder auf DVD. In Basketballdeutschland wird uns zur Zeit eine Mischversion geliefert, die im Gesamtzusammenhang betrachtet so brisant ist, dass sie offenbar niemand jenseits der punktuellen Schuldzuweisungen und Forderungen anfassen mag. Genau das Richtige für uns. Ein wenig Verwechslungskomödie, viele Mißverständnisse, ein wenig Zurückkatapultieren in die Vergangenheit, um die Zukunft zu reparieren. Da ist der in vielerlei Hinsicht doppelte Dirk. Bauermann kann weiterhin nicht loslassen und die Debatte um die Doppelfunktion des Bundestrainers scheint mit zunehmender Wucht gegen die Wand zu fahren. Die Akteure: Eine selbstbewusste Liga, der Medienliebling FC Bayern, ein hilfloser Verband und ein Trainer, der sich nicht trennen kann oder will. Dazu nun auch noch ein NBA-Star, der seit August 2008 kein Spiel für die Nationalmannschaft mehr bestritten hat. Wir versuchen das ganze Dickicht mal zu entwirren und sagen klar, warum es Zeit für Bauermann ist, Abschied von der Nationalmannschaft zu nehmen.

Weiterlesen

Werbeanzeigen