Der doppelte Dirk – Eine verdammt scheinheilige Debatte

Manchmal hat man ja solch seltsame Flashbacks – das kennt bestimmt jeder. Und manchmal dauern die sogar so lange, dass man sicht nicht mehr entsinnen kann, was war zuerst? Das heftige Kopfschütteln und dadurch verursacht der schwindelnde Sturz durch Zeit und Raum? Oder das millionenpixelscharfe Déjà vu vor Augen, dass das kontusionsträchtige Kopfschütteln verursacht?

Aus Kindertagen kennen wir alle Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ und aus cooleren Zeiten dann „Back to the Future“ aus dem Kino oder auf DVD. In Basketballdeutschland wird uns zur Zeit eine Mischversion geliefert, die im Gesamtzusammenhang betrachtet so brisant ist, dass sie offenbar niemand jenseits der punktuellen Schuldzuweisungen und Forderungen anfassen mag. Genau das Richtige für uns. Ein wenig Verwechslungskomödie, viele Mißverständnisse, ein wenig Zurückkatapultieren in die Vergangenheit, um die Zukunft zu reparieren. Da ist der in vielerlei Hinsicht doppelte Dirk. Bauermann kann weiterhin nicht loslassen und die Debatte um die Doppelfunktion des Bundestrainers scheint mit zunehmender Wucht gegen die Wand zu fahren. Die Akteure: Eine selbstbewusste Liga, der Medienliebling FC Bayern, ein hilfloser Verband und ein Trainer, der sich nicht trennen kann oder will. Dazu nun auch noch ein NBA-Star, der seit August 2008 kein Spiel für die Nationalmannschaft mehr bestritten hat. Wir versuchen das ganze Dickicht mal zu entwirren und sagen klar, warum es Zeit für Bauermann ist, Abschied von der Nationalmannschaft zu nehmen.

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Shalom Muli Katzurin – Der neue ALBA-Trainer ist offiziell

Wie wir und etwas später auch Talkbasket bereits gestern vorab vermelden konnten, ist Muli Katzurin der neue Berliner Trainer. ALBA Berlin bestätigte dieses am heutigen Vormittag. Jetzt rauscht es erst einmal durch die Medien, die uns teils zitieren und wir werden wohl in den nächsten Tagen sehen, was sich sonst noch so verändern wird.

Während ALBA Berlin von einem Vertrag bis Saisonende spricht, berichten israelische Medien zusätzlich von einer Option für die Saison 2011/2012.

Katzurin ist übrigens nicht der erste Israeli im deutschen Basketball. Ralph Klein (auch ehemalis Maccabi) coachte dereinst Saturn Köln und die deutsche Nationalmannschaft.

Etwas überlagert wird die Katzurin-Verpflichtung von dem Gedanken an eine Pesic-Verpflichtung im Sommer, so dpa via Morgenpost.

Weltmeisterschaftsrauschen

Die Nationalmannschaft hat spielfrei in Kayseri. Vermutlich bitter nötig nach der heftigen 43 zu 78 Niederlage gegen Australien. Zeit, Wunden zu lecken, den Kopf wieder frei zu bekommen und sich darauf zu konzentrieren, die letzten beiden Spiele der Gruppenphase mit voller Konzentration anzugehen. Zeitverschiebung und Arbeit machen es mir kaum möglich, die Spiele zu sehen. Daher bleibt nur der Blätterwald. Der ist dieses Jahr aber auch besonders weblastig. Ein Rundblick.

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Quote ohne Effekt? Ahnenforschung statt Nachwuchsarbeit

Die Verpflichtung von Cody Toppert in Göttingen bringt ein auch in Deutschland in der Vergangenheit immer wieder bekanntes Thema auf die Tagesordung zurück: Den Stellenwert der Ahnenforschung und Naturalisierung.

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