Die Nummer 1 im Land sind wir!

Schöne Aktion der Trommler!

Groß war der Jubel. Der erste Meistertitel für ALBA ist da. In der Sömmeringhalle konnten die Jungs von ALBAs NBBL-Team im Final das Spiel gegen Paderborn noch drehen und wurden mit einer überzeugenden Leistung NBBL-Champ. Henrik Rödl Meistercoach!

Und auch die großen Albatrosse haben am Samstag gegen Oldenburg pünktlich zum Hauptrundenabschluss gezeigt, wer die Nummer eins im Land ist. ALBA wird seiner Favoritenrolle zumindest in dieser Hinsicht gerecht. Göttingen wurde seiner Favoritenrolle in Paderborn nicht gerecht, so dass mein Playofftipp nur ein 7/8 geworden ist.

NBBL-Top4

Als ich notorisch verspätet irgendwann Mitte der ersten Halbzeit in die Sömmeringhalle kam, stellte ich zunächst eines erfreut fest: Es gab kaum mehr einen Sitzplatz. Nachwuchs begeistert. Manch ein BBL oder jedenfalls ProA-Club würde uns um die Halle beneiden und in Berlin ist sie beim Nachwuchsturnier voll und laut.

Weniger erfreulich war, dass ALBA hinten lag und weit von der Leistung entfernt war, die ich noch vor Wochenfrist beim NIJT beobachten konnte. Paderborn zeigte einen schönen, strukturierten Basketball. Und vor allem Lars Wendt (Jg. ’92, 23 Punkte, 6/13 3er) schenkte ALBA immer wieder einen 3er ein. Robert Huelsewede und Martin Schmeling ackerten beim Rebound. Huelsewede wurde von seinen Mitspielern auch immer wieder gut am Brett in Szene gesetzt. Dass er formal als Shooting-Guard gelistet ist, tat dem keinen Abbruch. Auch wenn es dieses Jahr nicht gereicht hat. Die Jungs sind noch jung und ich freue mich drauf die Wendt-Twins in absehbarer Zeit im Kader eines Pro-Teams zu sehen.

In der Halbzeit glaubte wohl kaum jemand an einen Sieg der Albatrosse. Doch irgendwann Ende des dritten Viertels packte die Jungs der Ehrgeiz und voller Emotionen kämpften sie um jeden Ball. PG Konstantin Klein wahrte die Ruhe im Spiel. Robert Steven Monse feuerte seine Mannschaft unermüdlich an und fightete teils mit schönen Moves unter den Brettern. Und dann war da Niels Giffey. Im dritten Viertel noch nah am Brett fand er spätestens im letzten Viertel seinen Wurf. Im Nachfassen, aus der Mitteldistanz, per 3er, von der Linie… am Ende waren es 32 Punkte bei 12 von 19 aus dem Feld. Einfach nur klasse. Doch es war bei weitem kein Solospiel, sondern ALBA zeigte als Team, was in ihnen steckt.

Hauptrundenerster!

Adam Chubb machte am Samstag gleich zu Spielbeginn deutlich, dass die Albatrosse nichts anbrennen lassen wollten. Mit Dribbling von der Mittellinie durch und ein krachender Dunking mit Foul gegen drei. Die o2 world war wach und ging mit. Überhaupt legte Alba gut los. Schnell war ein Vorsprung herausgespielt, ehe Oldenburg durch Paulding wieder rankam. Ein unglückliches Foul von Perkovic, ein ziemlich heftiger Ausraster mit T in der Folge und ALBA hatte wieder ein Polster.

Gestern fielen die 3er. Jenkins, Sesay, auch McElroy und Wright trafen. Die Halbzeitführung von knapp 10 Punkten ließ sich ALBA nie nehmen, wenn es knapp wurde, kam ein 3er. Doch das war auch ein Problem des gestrigen Spiels. Mit Ausnahme von Skecic neutralisierten sich die Frontcourts. ALBA konnte Nadjfeji, Sekulic und Chubb nicht ins Spiel bringen. 56% jenseits der 6,25 und 40% aus der Nahdistanz, das zeugt nicht von Dominanz auf allen Positionen. Bei Oldenburg gibt es halt den Ex-Berliner Ruben Boumtje-Boumtje, nach meinem Dafürhalten einen der besten Defensivcenter der Liga. Und dass sich auch sonst der Frontcourt der Donnervögel nicht verstecken muss, ist hinlänglich bekannt.

Gerade mit Skecic hatte ALBA immer und immer wieder ein Problem. Nadjfeji hat nicht genug Physis um ihn zu halten. Auch Sekulic wurde weggeschoben. Chubb konnte zwar athletisch mithalten, doch ein Defensivspezialist ist er bekanntlich nicht. Manchmal frage ich mich, warum Luka auch bei deutlicher Überlegenheit des Gegners immer wieder Pista auf die fünf schickt.

Es war ein Spiel mit Playoffniveau. Die jeweiligen Stars übernahmen abwechselnd Verantwortung.Trotz schwacher erster Halbzeit dominierte Gardner in der zweiten Halbzeit fast nach Belieben. Jacobsen stand Paulding oft auf den Füßen, doch das Duell gewann der Oldenburger. Denn dieser meldete Casey komplett ab. Kein Wurfversuch. Ein Assist. Respekt.

Dafür spielte sich Sesay aus der Krise. Teils wilde Würfe, aber wer trifft, hat recht. Es gab zwar gerade bei Sesay und Jenkins immer mal wieder Missverständnisse mit den Mitspielern, aber es tat gut zu sehen, dass unsere beiden kreativsten Spieler in Form sind.

Natürlich, von den Stats ist Julius Jenkins verdienter Sprite-Flaschen-Träger. Doch selbst in der Meckerecke, die wir so häufig über Wright schimpfen, war die Meinung einhellig. Wohl kein anderer Spieler war heute so wichtig wie Rashad Wright, der mit klugem Kopf das Spiel geleitet hat. Defensiv zwar engagiert, aber nicht dominierend gegen Gardner,  doch  offensiv hat er sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Wichtige Punkte, gut Fouls gezogen. Vielleicht war das gestern der Wright, den Luka bei der Verpflichtung im Sinn hatte.

ALBA hat Playoffform gezeigt. Im richtigen Moment. Typisch Luka.

Nur ein bitterer Beigeschmack bleibt.  Noch weit nach Spielende harrten Tausende in der Halle aus, um das Ergebnis der Paderborner abzuwarten. Göttingen hat  in Paderborn meinen Tipp versaut. Im Viertelfinale muss ALBA gegen Paderborn ran… Dabei wollte ich doch die Enten seh’n. Es tut mir nicht nur in Anbetracht der Fanfreundschaft zwischen der großen Hauptstadt und dem Dorf Quakenbrück leid für die Enten. Die Stimmung in unserem Block war einmütig: Nicht schon wieder Paderborn.

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2 Gedanken zu „Die Nummer 1 im Land sind wir!

  1. Der Robert Monse heiß eigentlich Steven Monse. ;)

    Und Glückwunsch dazu, dass du den Anfang verpasst hast. Aber das Ende entschädigte für alle schmerzen vorher…

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