Die Türkei ist ein sehr stolzes Land. Nicht nur stolz auf sich selbst als Nation und das Erreichte, eher noch viel mehr in der Hinsicht, dass sie unbedingt alles richtig machen möchten, ihre Gäste zufrieden stellen möchten, ihre Unzulänglichkeiten ausbügeln wollen – wobei die gerade oft den Charme ausmachen oder die Besucher es ohnehin nicht tragisch finden, was da eventuell gerade mal schief ging. Aus diesem Blickwinkel muß man auch die Basketball WM 2010 betrachten. Weiterlesen
Archiv des Autors: oldschoolballer
trog #4 Hosgeldiniz Kayseriye – Kayseri for Dummies part2
[Jetzt mit fettgeschriebenem Update wegen inzwischen falscher Verlinkung auf der Bekoseite!]Wow. Nicht nur sport1 schickt ein Riesenaufgebot nach Kayseri und wir können weiter den tollen DBB-Blog von Pressesprecher Christoph Büker (schöne Bilder!) geniessen……Nein, nun sendet auch crossover-online noch seine internationalen Korrespondenten aus. „Merhaba“ bloggt es von dort leicht übermüdet und hungrig. Lesen! Wieder alles durcheinander bei mir, eigentlich war ich grad am Spieleblog. In guter türkischer Tradition muß ich aber dem Gast, noch dazu in der Not, helfen: Weiterlesen
trog #3 Hoşgeldiniz Kayseri’ye – Willkommen in Kayseri!
Wird sind seit einer Woche hier und ich merke zunehmend, dass die Neuankömmlinge, aber auch Daheimgebliebenen Infos möchten, Infos brauchen. Wie ist das Wetter, was kann man Essen, was machen, was besser lassen. Hier also „Kayseri for Dummies“ und vieles mehr. Und ich wünschte, ich hätte all die Infos gehabt, bevor ich herkam. Egal, einer muß sich ja blamieren und die Wissbegier stillen über eine Stadt, die alles ist, aber keine Touristenstadt. Die erste Frage ist ganz oft: was machen Sie denn ausgerechnet hier in Kayseri? Ungefähr dieselbe Frage, die ich mir gestellt habe, damals im Dezember. Weiterlesen
trog #2 Reindrängeltrog (Fotoblog aus der Arena Kayseri)
Eigentlich wollte ich morgen früh den 2. Beitag aus Kayseri troggen. Etwas später dann war alles anders und wollte ich eigentlich diesen Reindrängeltrog um 20 Uhr eurer Zeit hochgeladen haben. Ja und noch ein paar eigentlich, einen platten Reifen und viel zuviel Milchreis später, ist es erst jetzt so weit mit dem nichtgeplanten trog. Und inzwischen bloggt Christoph Büker wieder für den DBB Superprima, ick froi mir! Und kontere: Blick aus meinem Zimmer:
.
Doch der Reihe nach: heute war ein gemütlicher Tag geplant, das zu Erreichen war kein Problem. Durch einen unglaublichen Zufall und ein paar nette Menschen später (Danke an die hübsche, eisencoole, tätowierte, argentinische Fernsehroadiefrau!), begab es sich, dass wir nicht nur die neue Knallerhalle in Kayseri von außen bestaunen durften. In guter alter osb-Manier (Motto: mehr Glück als Verstand) wird die Halle wieder für die Leser vorinspiziert. Unter spanisch-englischen Redeschwällen lotste uns unsere tätowierte neue Freundin heimlich ins Halleninnere. Einmal drin, war es kein Problem mehr. Umkleiden, Dopingkontrollraum, Cheerleaderraum und die tolle, tolle, wirklich wunderwunderschöne, niegelnagelneue Halle exklusiv für euch (ach ja, und noch die Info, dass ich mit Mühe davon abgehalten werden konnte, den Boden im Mittelkreis zu küssen. Beide Hände habe ich aber mittendraufgelegt ;-)):
Nach der Halle ging der Reifen unseres echt türkischen Mietwagens (Freund von Freund von Freund kennt einen, der hat ein Auto, das er verleiht) auf der Rückfahrt im Dunkeln kaputt. Unser einziger deutschsprachiger Freund in der Türkei hat uns dann gerettet. Reifenwechsel wäre nicht das Problem gewesen, unglaublicherweise hatte die Kiste tatsächlich einen Ersatzreifen dabei, der auch noch passte. Aber die Fakeblingblingfelgen waren jeweils mit 6 extrastarken Großversionen dieser Plastikdinger, die die US-Polizei als Handschellenersatz benutzt, festgemacht. Dafür brauchte man ein richtig kräftiges Messer. Das hatten wir nicht. Also 3 Stunden, etliche Kaffee orta, viel viel Milchreis (hier gibts Milchreisläden!!!) und lange Gespräche über das Leben und überhaupt, später – leider nun erst für euch die pics aus der Halle.
Und wie heißen bitte diese tie-wraps auf deutsch nochmal?
trog#1 Winterliche Depressionen und wirbelnde Derwische
Es ist Dezember. Dezember 2009 und einer dieser fürchterlichen, dauerdunklen typisch deutschen Wintertage. Es regnet, es ist klamm, lichtlos und trüb und niemand ahnt heute, dass es noch ein richtig knackiger Winter mit echtem Schnee werden soll. Aufstehen kostet morgens schon länger grosse Überwindung und Weihnachten kam wieder einmal überraschend plötzlich. Es ist einer dieser skurrilen Tage ganz kurz vor dem Fest. Frei nach Rilke: Wer jetzt kein Geschenk hat, kauft auch keines mehr. Wer jetzt im nassgrauen Deutschland ist, wird es lange bleiben, wird schlafen, essen, lange Blogs schreiben.
Ich sitze im Büro und versuche bereits seit einigen Stunden festzustellen, ob es schon wieder dunkel ist oder noch immer. Pling macht es, da kommt eine Email. Die deutsche Gruppenauslosung für die Weltmeisterschaft 2010 in der Türkei steht fest. Argentinien, Serbien, Australien, Angola, Jordanien und Deutschland. Puuuhh, schwere Gruppe denke ich gerade noch, als mein Blick auf den Austragungsort fällt. Kayseri. Weiterlesen
Süpercüp – Hedefiniz Istanbul!
Supercup in Bamberg und eine weitere Station auf dem Weg in die Türkei zur Weltmeisterschaft 2010 für unser Nationalteam. Beim Turnier in Leiden (hier und hier) waren die Gegner mit Belgien, den Niederlanden und Schweden etwas leichter einzustufen. Dort reichte es trotz durchwachsener Gesamtleistung mit 2 Siegen bei einer Niederlage sogar zum Turniersieg. Für das lovecyprus-Turnier – sinnigerweise auf Zypern – galt das nicht mehr. Dort waren mit Griechenland, Kroatien und Rußland bereits Teile der europäischen Elite am Start und schon im ersten Spiel gabs ordentlich Feuer.
Leiden für Deutschland – Deel twee
Nach „Holland“ fahren ist ja so ne Sache. Politisch korrekt muß man ja in „die Niederlande“ fahren. Ein Plural, damit tut man sich bei Aufenthaltsorten naturgemäß irgendwie schwer, so als langweiliger Durchschnittsmensch mit nur einer Persönlichkeit. Auch der DBB hatte Mühe, die vielen Gegner in der PM unterzubringen, verhakt sich im Gestrüpp der Mehrzahl und meinte der nächste Kontrahent „ist die Niederlande“. Ist ja auch irgendwie unfair gleich gegen so Viele antreten zu müssen. Weiterlesen
Leiden für Deutschland – Deel één
Leiden kann man auf verschiedenste Arten und Weisen. Manche leiden bei Bauermann´schen „suicides“ auf Mallorca, manche unter der stickigen Sommerhitze New Yorks. Andere wieder unter den Auswüchsen des Sommerlochs auf SD. Manch einer leidet ganz still und leise vor sich hin in der Offseason, weil es keine Spiele mehr zu sehen gibt. Originalgespräch mit einer Achtjährigen: „Gibt es auch keine Jugendspiele mehr?“ „Nein.“ „Gar nichts? Auch nicht die Männer aus dem Computer?“ „Nein.“ „Und wie lange dauert das noch?“ „Noch bis nach deinen Sommerferien.“ „Das halt ich aber doch nicht aus. Das ist die allerallerschrecklichste Zeit im ganzen Jahr!“ Recht hat sie. Und um dieses scheußliche Gefühl, ähnlich dem von Gummibärchenessen direkt nach einem sauren Apfel, loszuwerden, beschloß Randgruppenreisen Abtlg. Gießen: Wir Leiden. Weiterlesen
Buletten statt Beluga? ALBA zwischen Wollmilchsau und Steinlaus
Es war ein lange geplantes Projekt. Oldschoolballer und gruebler kapern sich vom revolutionären Ron das Thema ALBA Berlin hier im Blog zurück. Nicht, dass wir Ron nicht in seiner wirklich guten Analyse zustimmen würden, aber die lange – und wohl weiter anhaltende – Schreibpause verschaffte uns Raum zum Nachdenken, für neue Bilder und eigene, frische Gedanken. Daher versuchen wir uns jetzt an einer gemeinsamen Bestandsaufnahme der Offseason 2010 bei den Albatrossen. Weiterlesen
Glückwunsch, Bamberg!
Ehre, wem Ehre gebührt! Daher eine schnelle 5-Minutenblogterrine anläßlich des Titelgewinns:
Zu allererst Glückwünsche ins Frankenland zum Titel des Deutschen Basketballmeisters 2010!
Eine packende Serie mit einem noch packenderen Entscheidungsspiel 5 liegen hinter uns und der verdiente Sieger heißt Brose Baskets Bamberg. Das begehrte Double – Pokal und Meisterschaft – ist perfekt.
Nur einen winzigen Atemzug danach muß man Frankfurt gratulieren, die ein toller, ebenbürtiger Gegner waren, fast unmögliches probiert haben und „gemainsam“ mit Bamberg das ablieferten, was die Liga verspricht: „Atemlose Spannung“ indeed.
