Blogauskas #17 – Finale und Abschied

Mazedonienfan

Mazedonienfan

Heute am Sonntagmorgen herrscht überall in Kaunas wehmütige Abschiedsstimmung. Das Wetter ist einigermassen gut und so flanieren Tausende noch ein letztes Mal über die 2,5 km lange Fussgängerzone. Einheimische, grünrotgelb gekleidete Litauenfans (einige sehen aus als waren sie seit der Megaparty letzte Nacht noch nicht zu Hause) und Fans der anderen Teams. Weiterlesen

Der Spirit von Freakcity

Gestern haben die Brose Baskets Bamberg das vollbracht, was seit Ende der Serienmeisterschaften ALBA Berlins im Jahr 2003 kein Team in der Beko BBL mehr geschafft hat: Die Wiederholung des Meistertitels, den Repeat, zudem einen Repeat des Doubles. Wir gratulieren herzlich und erklären, warum wir dies gut finden. Weiterlesen

Rauschen im Blätterwald #69

Der Tag vor dem zweiten Finalspiel. Nach der Trainerkritik gestern findet sich schnell ein zweites Thema: Trashtalk. Und dazu noch ein prominenter Wechsel.

Keiner bringt es so schön auf den Punkt wie die B.Z. Demirel meckert über Goldi’s Defense. Bamberg über Demirel. Jacobsen redet nur während des Spiels und Schultze wird von Heyder gedisst. Doch nicht nur der Boulevard greift dies auf, auch die broadsheets machen mit. Der Tagesspiegel mit Jacobsen zwischen Trashtalker und Paparolle. Jacobsen ist auch das Thema in Sven Simons Crunchtime No. 7. Weiterlesen

Beat BA oder Albakiller reloaded?

Bamberg eins, Berlin null. Das ist das Fazit des ersten Finalspiels. Ein verlorenes Spiel in einer Serie best of five. No harm done, könnte man meinen. Coach Katzurin schob es auf mangelnde Vorbereitung, doch lassen sich die Defizite wirklich so einfach abstellen? Berlin kassiert eine am Ende klare Niederlage in der Frankenhölle, weil sie nach 28 Minuten einbrechen. Es war nicht das hochklassige Spiel, dass viele erwarteten und erhofften.

Nein, nicht alles war schlecht. ALBA hat fast drei Viertel lang die Bamberger nicht wegziehen lassen, irgendwann Mitte des dritten Viertels war man gar knapp in Führung. Doch bis Mittwoch muss sich einiges ändern, will man gegen die Mannschaft, die heute eine 90 Punkte-Duftmarke setzte eine echte Chance zum Ausgleich haben.

Denn schaut man auf den Statistikbogen, wird deutlich wie viel effizienter Bamberg spielte. Da können wir uns über 43 Punkte der Berliner Innenspieler freuen und ein Double-Double von Bryce Taylor (12 Rebounds, vermutlich das Seasonhigh eines ALBA-Spielers), aber Bamberg gewinnt das Eff-Duell mit 108:67. Mehr Steals, bessere Quoten von der Linie und den 6,75, viel mehr Assists. Der Unterschied zwischen Berlin und Bamberg ist augenscheinlich, dass in Rot eine Mannschaft aufläuft, die 40 Minuten zusammenspielt und den Killerinstinkt hat, zuzuschlagen, wenn der Gegner in der Wachsamkeit nachlässt. Berlin hingegen spielt zwar bis zum letzten Alley-Hoop gerne spektakulär (das ist das, was wir Popcornbasketball für den gemeinen Sportkonsumenten nennen), aber leider mit erschreckender Inkonstanz.

Der Sündenbock ist gefunden. Die Stimmung machte Buschmann als Kommentator. Katzurin, der böse Sergeant an der Seitenlinie, der seine Spieler durch Auswechslungen nach jedem Fehler bestraft. Viele Hobby-Kommentatoren lästern zwar gerne über Buschi, nehmen ein solches Thema dann aber doch dankbar auf. Allein Neechen stemmt sich auf schoenen-dunk gegen eine solche Position:

„Diese Diskussion um Demotivation und Selbstvertrauen finde ich nervig. Das sind alles Berufsbasketballer. Dass die sich über eine Auswechslung aufzuregen finde ich zum Aufregen.“

Das sind wahre Worte. Aber irgendwie bekomme ich dabei den Eindruck, es alles schon einmal gehört und gelesen zu haben. Unter Pavicevic monierte man die mangelnde Wechselei und dass die Mannschaft „zu fest“ wurde, Flexibilität vermissen ließ. Nun haben wir maximale Flexibilität und es es auch nicht schön. Spieler hadern, meckern und spielen oft ersichtlich nicht zusammen, sondern werfen Bälle ins Nichts.

Ja, auch ein Jacobsen hat das Meckern in-game zur Kunstform erhoben, doch im Gegensatz zu unserem Franchiseplayer Jenkins (3 Punkte, 5 Fouls) scort er, zieht Fouls (gerne gegen den zu langsamen Staiger) und macht seine Mannschaft besser. Auch der zweite Berliner Franchiseplayer McElroy war gestern abgemeldet, offensiv kein Faktor und defensiv allenfalls anwesend. Wenn Berlin in ein Loch fällt, brauchen sie einen Spieler, der Verantwortung übernimmt, der sie aus dem Loch, in das sie sich eingegraben haben, rauszieht. Der Coach kann dies nicht immer. Im ersten Viertel gelang es noch, Sicherheit durch eine andere Aufstellung in der Verteidigung zu erarbeiten. Gegen Frankfurt war dies in der Crunchtime Sven Schultze mit seinen 3ern. Übrigens hat Sven nicht nur alle Jubeljahre so ein Spiel. Im Saisonverlauf trifft er knapp unter 40 % von downtown.  Doch gestern gab es dort niemanden. Bei allem individuellen Talent der Albatrosse vermisse ich Franchiseplayer. Popcornbasketball braucht wohl diese Anleihe vom Rollenvorbild NBA.

Insofern ist es desillusionierend. Denn anders als gegen Frankfurt kann man nicht darauf hoffen, dass der Trainer eine Antwort gegen einen Einzelspieler wie Wood findet, sondern gegen die Bamberger braucht es eine geschlossene, stabile Mannschaftsleistung über 40 Minuten. Eine Mannschaft aber, die hat Coach Katzurin in den nunmehr rund 6 Monaten, die er da ist, nicht geformt. Klar, wir sind im Finale, aber zu offensichtlich ist es, dass die Chance auf einen Sieg von der Tagesform abhängt, 5 Spiele gegen Oldenburg, 5 Spiele gegen Frankfurt, in beiden Serien viel Licht und Schatten. Glück, das hat aber das Spiel gestern gezeigt, reicht gegen Bamberg nicht. In der besten in dieser Saison gezeigten Heimleistung, reichte es für Berlin nicht für einen Sieg gegen die Brösels. Gestern waren die Albatrosse weit davon entfernt.

Wird es Mittwoch anders? Viel Zeit zum Trainieren ist nicht. Und ich habe so meine Zweifel, dass wir über Nacht noch ein Team sehen werden. Wir sehen auch viele gute Entwicklungen, Heiko und Yassin sind hier die meistdiskutierten Spieler, aber das sind Fragen für die Offseason. Damit diese nicht schon am Pfingstsonntag beginnt, muss man sich jetzt zusammenraufen und auf  ein gemeinsames Ziel besinnen: Beat BA.

Finale ahoi (via em:dzei´s blog)

Finale ahoi Nach dem Blowout Sieg der Brose Baskets in Spiel 5 gegen die Artland Dragons stehen die Bamberger Basketballer da, wo sie es sich schon über den gesamten Saisonverlauf verdient haben, im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Dort treffen sie auf einen alten Bekannten und den Inbegriff der gelebten Rivalität, den Hauptstadtclub von ALBA Berlin, der sich selbst gerne als Premium-Basketballmarke in Deutschland begreift, aber gegenüber Bamberg deutli … Read More

via em:dzei´s blog

Stilistisch nicht sauber, den Gegner hier zuerst zu Wort kommen zu lassen. Aber mangelnde Zeit und eine kleine Schreibblockade ließen nichts anderes zu. Kosmo aka em:dzei kann sich aber sicher sein, dass ich nach dem heutigen Spiel dann doch mal in die Tasten haue und aufzeige, warum seine kleinen – aber fairen – Sticheleien gen Berlin nicht zutreffend sind.

Finalyse #3

Das Ärgerliche an dem „blutrünstigen“ Bild-Artikel nach Spiel 2 der Finalserie war ja nicht nur die völlig andere Darstellung einer Szene – und in der Folge – eines ganzen Spiels, sondern auch, dass tatsächlich die komplette Stimmung im Titelkampf der BBL kippte. Eine Bambergnahe Zeitung sah sich unverzüglich genötigt im gleichen Duktus zu antworten, postwendend gabs neues Feuer aus Frankfurts 4 Buchstaben zurück. Die Fanmeinungen auf SD polarisierten plötzlich zusehends und man konnte eigentlich nur froh sein, dass am Sonntag mittag gegen 15 Uhr endlich wieder das Hauptthema der Sport war.

Was man doch mit ein wenig geschickter Garnierung von Originalzitaten so alles anstellen kann. Die öffentlich-unbedarfte (Kantinen)Meinung hat zwar sonst keinen Schimmer, wußte aber auf einmal bestens über Schiedsrichterprobleme und Ellbogennutzung im deutschen Basketball Bescheid. Nicht, dass es überhaupt noch groß interessiert hätte. Weiterlesen

Finalyse #2

Spiel 2 ist gelaufen und man könnte meinen man steht, wo man stand bevor die Finalserie losging. 1 – 1 und jetzt alles wieder zurück auf Los. Die Serie also nur noch ein „best of three“ und nix passiert? Mitnichten.  Ein „Gemetzel“ war es, „Basketball brutal“ war es und die „Skyliners wurden verprügelt“. Aha. Da kann man mal sehen. Niemand von meinen Arbeitskollegen war mit beim Spiel, keiner hatte Lust oder Zeit. Den fraglichen Bildzeitungsartikel haben sie dann aber alle gelesen oder zumindest drüber gehört und Freitag mittag in der Kantine herrschte reger Diskussionsbedarf. Any press is good press? Weiterlesen

Finalyse #1

Mittwoch früher Nachmittag im Rhein-Main-Gebiet. Schwüle, schweißtreibende Hitze bei über 30°C im Schatten und die drückend hohe Luftfeuchtigkeit läßt nur ahnen, was da heute Abend in der Ballsporthalle für ein heißes Match auf uns zu kommt. Spiel 2 der 2010er Playoffserie steht an.

Ein Heimspiel für Frankfurt, den erklärten Underdog der Best-of-Five-Serie, der allerdings überraschend 1:0 nach Siegen in Front liegt. Den Bamberger Machern steht also nicht nur aufgrund der fast unerträglichen Hitze der Schweiß auf der Stirn, sondern sicherlich auch wegen des unerwarteten Ausgangs des Auftaktspiels letzten Sonntag in der heimischen Jako-Arena. Eine Niederlage heute in der Ballsporthalle können sie sich eigentlich nicht leisten, die Bamberger. Weiterlesen

BBL Finale – Bamberg vs. Frankfurt (reblog via emdzei)

Wir müssen zum Finale mal nichts vorab schreiben… nur mit wordpress.com „rebloggen„, denn em-dzei hat eine tolle Vorschau, geht Position für Position durch. Nur im Tipp stimme ich ihm nicht zu: Denn ich glaube auch in der Finalserie an den Bamberger Sweep.

BBL Finale - Exklusiver Ausblick BBL-Finale: Exklusiver Ausblick

Am Sonntag, den 6. Juni ist es wieder soweit. Es beginnen die Finalspiele der BBL und die Brose Baskets aus Bamberg haben die einmalige Chance erstmals das Double aus Pokalsieg und Meisterschaft zu holen. Gegener sind die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt, gegen die man vor wenigen Woche bereits den Pokal (76:75) gewinnen konnen. Nach Bambergs beeindruckenden Durchmarsch (3:0 Sieg jeweils gegen Bonn und Braunschweig) ist es Zeit einen Ausblic … Read More

via emdzei.wordpress.com.

Oldenburg, ein neues Powerhouse der Liga

Oldenburg ist verdient Meister. Die letzte Minute des fünften Finalsspiels war zwar grausam, aber darüber hinaus hatte das Spiel (fast) alles, was ein Finale braucht. Ein paar Rückblicke auf das Spiel und die lange versprochende Laudatio auf den neuen Meister.

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