Die Runden der letzten 16 in Europa neigen sich dem Ende zu. Die Ergebnisse der deutschen Clubs stehen fest. Göttingen hat sich für das Viertelfinale des Eurocup, des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs, qualifiziert. Das ist ein beeindruckender Erfolg. Seit 2003 ist dies genau zwei deutschen Mannschaften gelungen: ALBA Berlin in der vergangenen Saison und nunmehr den Euroveilchen. Man könnte fast rufen: Hurra! Die Beko Basketball-Bundesliga ist wettbewerbsfähig, sie hat ihren Anspruch eine europäische Topliga zu werden bestätigt. Oder etwa doch nicht? Unter dem Titel „Vor Europa“ knüpfte ich für mich die Messlatte für das Standing der BBL im europäischen Basketball an die sportlichen Resultate. Das (Zwischen-)Ergebnis kann man unterschiedlich interpretieren. Weiterlesen
Ein guter Tag für die Blogger – Teil 2: Gießen hat `ne Bank!
Während sich ALBA letzten Samstag um 20 Uhr gegen den Tabellenvorletzten BBC Bayreuth quälte, waren die Gießener zu gleicher Uhrzeit gegen den Tabellenletzten, die Giants aus Düsseldorf, tätig. Es war Abstiegsk(r)ampf pur, der Drittletzte zu Hause gegen den Letzten. Viel stand auf dem Spiel. Es war do or die. Erwartungsgemäß wurde es nicht schön, nicht einfach und auch elegant ist anders. Am Ende aber fielen die Felsbrocken von Herz und Magen laut hörbar rumpelnd durch die Osthalle, während andernorts das muntere Steinedrehen offenbar noch in vollem Gange ist. Die LTi Gießen 46ers siegten im Abstiegskrimi 66:50 (33:30) und haben sich erstmal etwas Luft verschafft. Auch Dank des Berliner Sieges gegen Bayreuth (siehe Teil1).
Gastbeitrag: The ‘Melo-Drama is finally over, or is it?
Anlässlich des Carmelo Anthony-Deals freuen wir uns über einen Gastbeitrag unseres Lesers sc-fitZel:
Normalerweise widmen sich die Autoren auf gruebelei.de dem europäischen und vor allem dem deutschen Basketball. Es erfordert also schon ein mehr oder weniger bedeutendes Ereignis, dass hier im Blog der Blick über den Atlantik auf die NBA wandert. Gerade einmal vierzehn Beiträge, die sich im weitesten Sinne mit der stärksten Basketball-Liga der Welt befassen, habe ich gezählt. Warum sollte also ausgerechnet ein Trade, also ein Spielertausch, Grund dafür sich, dass ich mich hier erstmals als Gastblogger betätige? Ich bin Fan der New York Knicks. Weiterlesen
Ein guter Tag für die Blogger – Teil 1: ALBA hat ne Starting Five
Unsere Teams, ALBA Berlin und die Gießen 46ers, haben gestern gewonnen. Wir könnten feiern, wären da nicht ein paar Dinge, die die Laune trübten. Dennoch wollen wir heute einmal positiv sein und zunächst das Gute hervorheben, bevor wir die Finger in die jeweiligen Wunden legen. Gruebler beginnt, mit dem Spiel ALBA vs. Bayreuth, das die Berliner Pleitenserie vorläufig beendet hat und Gießen etwas Luft verschaffte.
Dü-do or die!!!
Was man nicht alles so beim Abstauben und Umräumen des Bücherregales entdeckt. Neben französischer Literatur und massig Reiseführern auch ein Buch über „40 Jahre Basketballbundesliga“, in dem Gießen tatsächlich nur eine Randnotiz auf den allerersten Seiten ist, als die Herren noch so kurze Hosen trugen, dass es einem beim Betrachten der Bilder doch ein wenig erröten läßt. Es findet sich weiterhin eine geerbte Festschrift, liebevoll mit der Schreibmaschine offenbar im Einfingersuchsystem abgetippt (Gutenberg, nicht Guttenberg, lässt grüßen!) zu 50 Jahren Basketballabteilung des MTV 1846 Gießen, die wie selbstverständlich auf der ersten Innenseite ein langes Hölderlinzitat trägt. Quasi sinnbildlich für das – von außen betrachtet – ambivalente Gießener Fanbild. Dem Wahren Schönen Guten – und als und als dem Orangenen (hess.). Was denn auch sonst? Next up: alte Hallenmagazine mit Eidson und Gavel auf dem Cover. Bilder und DVDs mit jubelnden Gießenern beim Halbfinaleinzug 2005 nach dem Sensationssieg über die hochfavorisierten Kölner. Staub indeed. Weiterlesen
Was verdiente Pesic doch gleich bei Dynamo?
Albafan4ever war extrem fleissig und hat die Urteile des FIBA Arbitral Tribunal nach Gehaltszahlen durchforstet und diese zusammengestellt. Ich hatte auf dieser Grundlage nur mal was zur Juristenlyrik in den Verträgen geschrieben. Da es so gelungen ist und af4e es auch noch in den Kontext setzt, hier ein Reblog.
gruebler bloggt: Das Recht am eigenen Text
Aus gegebenem Anlass mal was ohne Sport. Heute bekamen wir mal wieder eine Mail von einem Contentaggregator. Das sind Webseiten/Unternehmen, deren Geschäftsmodell es ist, fremde Blogposts zu sammeln und auf der eigenen Webseite gespickt mit Werbung zu veröffentlichen. Diesmal war es paperblog.com. Wer die Mail von „Johanna“ lesen will, kann das z.B. hier tun. Seit der Beta-Phase hat sich die Textvorlage allenfalls geringfügig verändert. Unsere Anwort war klar: Nein, wir wollen nicht ins Paperblog und auch nicht bei anderen Newsaggregatoren gesammelt werden.
Der vierte Pointguard oder ein neuer Flügel für die flügellahmen Albatrosse?
Liest man die Presse über ALBA-Berlin kommt neben viel Hohn und Spott (hier im RBB) auch die Frage nach möglichen Spielerwechseln. Pointguard und/oder Flügel für Außen sind die Positionen, die von Demirel in der BILD genannt werden. Substanz haben die Gerüchte um den Flügel eher weniger, aber ein Pointguard-Name hält sich hartnäckig. Ein junger Shooter, der den Ball bringen kann und aus College und Europa unterschiedliche Stile kennt. Auf die Frage nach seinem Lieblingsplatz in Europa sagt er:
I really like Berlin.
ALBA in Ludwigsburg: Zwei Varianten
Der Berliner Kurier brachte im Print den hier bemühten Vergleich. L’Albatros ist zwar auch ein Gedicht von Baudelaire, aber massenkompatibler ist halt Bernhard und Bianca. Spätestens seit diesem Film wissen Kinder, dass Albatrosse – einmal am Boden – Probleme haben, wieder abzuheben. Und zum Thema Durchstarten finden sich da gleich zwei Varianten… mal sehen welche heute zutreffend sein wird. Weiterlesen
Der doppelte Dirk – Eine verdammt scheinheilige Debatte
Manchmal hat man ja solch seltsame Flashbacks – das kennt bestimmt jeder. Und manchmal dauern die sogar so lange, dass man sicht nicht mehr entsinnen kann, was war zuerst? Das heftige Kopfschütteln und dadurch verursacht der schwindelnde Sturz durch Zeit und Raum? Oder das millionenpixelscharfe Déjà vu vor Augen, dass das kontusionsträchtige Kopfschütteln verursacht?
Aus Kindertagen kennen wir alle Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ und aus cooleren Zeiten dann „Back to the Future“ aus dem Kino oder auf DVD. In Basketballdeutschland wird uns zur Zeit eine Mischversion geliefert, die im Gesamtzusammenhang betrachtet so brisant ist, dass sie offenbar niemand jenseits der punktuellen Schuldzuweisungen und Forderungen anfassen mag. Genau das Richtige für uns. Ein wenig Verwechslungskomödie, viele Mißverständnisse, ein wenig Zurückkatapultieren in die Vergangenheit, um die Zukunft zu reparieren. Da ist der in vielerlei Hinsicht doppelte Dirk. Bauermann kann weiterhin nicht loslassen und die Debatte um die Doppelfunktion des Bundestrainers scheint mit zunehmender Wucht gegen die Wand zu fahren. Die Akteure: Eine selbstbewusste Liga, der Medienliebling FC Bayern, ein hilfloser Verband und ein Trainer, der sich nicht trennen kann oder will. Dazu nun auch noch ein NBA-Star, der seit August 2008 kein Spiel für die Nationalmannschaft mehr bestritten hat. Wir versuchen das ganze Dickicht mal zu entwirren und sagen klar, warum es Zeit für Bauermann ist, Abschied von der Nationalmannschaft zu nehmen.

