Auf zur Saison als Herausforderer

Endlich will ich rufen, endlich ist die viel zu lange Offseason vorbei. Nach der letzten Saison der Albatrosse, an der ich wenig Freude hatte, geht es unter gewandelten Vorzeichen wieder los. Zum Frühstück hörte ich, wie Marco Baldi dem Liga-Medienmann Sven erklärt, warum die neue Rolle ALBA Berlins gut ist, warum das Saisonziel Halbfinale angemessen ist.

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Shopping spree durch Europa

Die erste Phase der Wechselspiele ist vorbei. Die Quotenplätze sind gesetzt und knapp drei Wochen vor dem Trainingsbeginn rappelt es im Karton. Bei den Meldungen der letzten zwei Wochen – seit dem letzten Posting hier – bekommt man den Eindruck, die BBL Clubs – jedenfalls die mit Geld – sind auf einer beeindruckenden shopping spree. Nein, die ganz großen Namen, einen Eidson, ein Big Sofo und ein Saras‘ bleiben in den Luxusboutiquen, auch wenn der eine oder andere die Trikotfarbe wechselt. Aber ein wenig bekommt man den Eindruck, als könnten manche BBL Clubs nun mit dem was sie haben richtig gut einkaufen gehen und das wirtschaftliche Beben im Süden in dieser Offseason ausnutzen. Auch der übliche Offseason-Exodus aus der BBL ans Mittelmeer ist bislang nicht sichtbar.

Was also sind die Deals, die bewegten? Weiterlesen

Euro-Warmup für die BBL

Noch bevor am Montag, den 3. Oktober die BBL-Saison endlich wieder los geht, machen sich einige Klubs schon in Europa warm – oder müssen sich warm anziehen. Je nachdem, wie man es betrachtet. Gestern (Mittwoch, den 28.09.2011) schon starteten die Artland Dragons als erstes BBL-Team in die neue Saison 2011/2012.

Eurocup-Qualifikation lautet die Aufgabe für Quakenbrück, die gestern Abend zunächst das Heimrecht im Hin- und Rückmodus gegen Gran Canaria hatten – nächsten Dienstag ist bereits das Rückspiel in Las Palmas auf Gran Canaria. Weiterlesen

Die Verfolgergruppe – Playoffaspiranten in the making

Nach dem Blick auf die Wechselspiele bei den vier Topteams kommt im zweiten Teil nun ein Blick auf fünf mögliche Playoffanwärter. Clubs, von denen wir glauben, dass sie die Postseason im Blick haben könnten. Richtig, eines der fünf Teams wird es nicht schaffen. Doch kann man das schon ernsthaft beantworten? Noch klaffen große Lücken und sind wichtige Positionen unbesetzt. Die Reihenfolge der Teams ist ohne jede Wertung. Weiterlesen

Showdown auf dem Weg ins Finale 2011 – Part 1

Als neutraler Fan (notgedrungen, denn über den letzten Playoffauftritt meines Teams 2005 legen sich bereits die verklärenden Nebel der Altersdemenz ;-) ) ist es das, was man sehen will: Showdown. Do or die. Win or go home. Alles oder Nichts. Best of one.  So, wie heute Abend in Farmville, Verzeihung, Bamberg. Die ultimative Entscheidung zwischen den Brose Baskets und den Artland Dragons (20:30 Uhr, live auf Sport1) im 5. Spiel des Halbfinales steht an. Wie auf dem Freiplatz eben, der Sieger bleibt drauf, der Verlierer muss aus dem Käfig und von draußen zusehen. Weiterlesen

Macht den Sack zu, denn das Finale der dicken B wartet

Bamberg und Berlin sind jeweils nur noch einen Sieg entfernt von den Finals. Heute können die Franken den Finaleinzug perfekt machen, morgen wir Berliner. Ein Finale Bamberg vs. Berlin, die Mutter aller Basketballspiele in einer Serie über maximal fünf Spiele, das wäre schon was. Seit 2004 standen sich diese Clubs nicht mehr in der Endrunde gegenüber, letztmals 2003 in einem Playofffinale. Natürlich ist die Messe noch nicht gelesen, aber es spricht viel für ein solches Finale.

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Mitten in den Playoffs

Es ist der Abend vor dem dritten Halbfinale. Feierabend für den Blogger? Nein, nicht ganz. Nach den heutigen Kommentaren und der eigenen Feststellung, dass hier wenige eigene Zeilen zum Sport produziert worden sind, lege ich dann doch mal los. Morgen sind die vier besten Mannschaften der Beko BBL gefordert, es heißt Brose vs. Dragons und Skyliners vs. ALBA. Städtenamen? Braucht doch keiner. Dafür gibt’s Videos.

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Hinten kackt die Ente – Playoffs in der BBL

#2 Frankfurt – #7 Göttingen: Aber Hallo! Sicher die Paarung, zu der ich am meisten sagen könnte und von der ich in der 1. Runde (Viertelfinals) live auch das meiste sehen werde. Da ich aber weder über 9 Leben verfüge, noch nachts zwischen 2 und 6 meine Telefonnummer in den Äther hauche, muss ich mir hier wohl jeden Kommentar zu dieser Playoffserie verkneifen. Hessenderby der anderen Art, hach. Ich bin mir aber sicher, dass der Göttinger Kollege das Ganze weiter so leidenschaftlich kommentieren wird, wie hier in seiner Vorschau. Außerdem muss ich gestehen, dass ich schon deshalb nichts unbefangen zu der Serie sagen kann, da ich unverzeihlicherweise in meinem Garten gestern per Rasenmäher eine komplette Veilchenansiedlung niedergemetzelt habe. Nummer 5 9 lebt aber noch und das tun auch die Göttinger in ihrer unnachahmlichen, konstant unkonstanten Art. Ex-Guard-Terror gegen den Guard-MVP, der alle terrorisiert. Ein unangenehmer Gegner für Frankfurt mit ähnlicher Spielanlage, ähnlichen Stärken und Schwächen – so wie in meinem Garten geht die Serie nicht aus. Enge Kiste, könnte sogar über 5 gehen, die echten Hessen werden aber die Nase gegen die Möchtegernhessen vorn haben. Tipp: 3-1 oder 3-2 Frankfurt.

#1 Bamberg – #8 Bremerhaven: Die beiden kleinen Bs. Diametrale Gegensätze nicht nur auf der Landkarte. Bremerhaven mit nem 3 Meter langen Mannschaftsmeldebogen und mehr TippEx drauf, als bei ner Blondine auf dem Bildschirm. Bamberg, die Konsistenz in Person, die gut geölte Basketballmaschine, die mit ihrer neuen Fanhymne gleichzeitig die Ursache dafür sind, dass ich fast nichts mehr zu Papier gekriegt hätte, bevor die Playoffs starten. Eigentlich wollte ich gestern schon einen ausführlichen Playoffvorbericht schreiben, machte aber den Anfängerfehler bei der Nummer 1 der Hauptrunde beginnen zu wollen. Ehre wem Ehre gebührt undsoweiter. Doch die ganzen rrrrollenden Rrrrrrsss im BrrroseTV – namentlich im neuen Fansong (in der Saisonrückschau ab 0:55 oder später so ab ca. 5:15, ich kann es aber nicht genau sagen, denn es wäre zu gefährrrlich, sich das noch einmal anzuhörrren), schickten mich in ein 24stündiges Frrrreak Cidä-Delirium – auch bekannt als Frrrrrangggnn-Narkose. Etwas verkatert gebe ich daher zu Protokoll, dass ich den Nordlichtern aus Bremerhaven nur geringe Chancen in der Serie einräume. Ein Spiel holen ist für die Eisbären immer drin, aber über 5? No way, José. Ganz ohne Knutwitze tippe ich auf Sweep-City in 3. Da ist gottseidank dann auch kein Rrrrrr drin ;-)

#4 Artland – #5 Braunschweig: Für mich die spannendste Paarung des Viertelfinales. Leider stehen mir mit meinen mickrigen Presse Credentials die Überexperten, wie Cheerleader und Maskottchen, nicht für kompetente Vorhersagen zur Verfügung. Dann muß es eben so gehen: beides in sich ausgeglichene Kader, Artland mit dem Heimvorteil und dem vielleicht etwas homogeneren und tieferen Team. Braunschweig mit viel Athletik. Es ist auch ein Duell der deutschen Trainer, Stefan Koch gegen Seb Machowski. Solides, wirklich gutes angenehmes BBL-Coaching ohne viel Heulen und Zetern an der Seitenlinie. Keines der beiden Teams mit einem absoluten Überspieler, aber viele, die jederzeit ein coming out haben und ein einzelnes Spiel entscheiden können. Viele kleine und größere Verletzungen auf beiden Seiten, in der Hauptrunde aber nur kleinere Ausreißer nach oben und unten. Rebounds werden ganz, ganz wichtig sein und das Duell entscheiden – vorne wie hinten. Die Dragons werden auch mal ne Zone auspacken, die Braunschweiger mehr reine Manndeckung spielen. Viel wird von der Tagesform und den Dreierquoten abhängen. Tipp: 3-2, aber fragt nicht für wen. Falls ihr doch fragt: Artland.

#3 Berlin – #6 Oldenburg: Hitchcocks „Die Vögel“ reloaded. Wäre Pavicevic noch Berliner Headcoach, gäbe es ein ähnliches defensives Schnabelwetzen, Hacken und Picken, wie weiland in dem epischen 8-Freiwürfe-hintereinander-Spiel. Von den knallharten Defensivstrategen im Anzug ist jetzt nur noch Krunic übrig, Berlin hat mit Katzurin die Zügel deutlich lockerer gelassen in der Verteidigung. Ein Umstand, den schon einige Gegner ausnutzten – auch Oldenburg wird das versuchen. Berlin ist kein Team mehr, das die Gegner stoppt, Berlin ist (plötzlich und unerwartet) das Team, das versucht einen Punkt mehr zu scoren als der Gegner. Die Serie wird wohl von der Mannschaft gewonnen, die offensiv besser drauf ist. Ein Duell, das daher auch auf der Pointguardposition entschieden werden wird. Im Oldenburger System trägt Lou Campbell weniger und anders die Verantwortung, als noch letztes Jahr in Bremerhaven, etwas, was seinem Spiel nicht wirklich gut tut. Berlin hat sich dagegen den göttingesten aller PGs eingefangen: Taylor Rochestie. Der passt perfekt zum Stil Katzurins, ist aber eminent viel wichtiger für das Berliner System, als Lou Campbell es in Oldenburg ist. Wer Rochestie bremst, steckt also auch einen gewaltigen Ast in die Berliner Speichen. Kann Oldenburg das? Wie so vieles werden sie auch das beweisen müssen. Überhaupt ist sicher Oldenburg eine kleine Enttäuschung in der bisherigen Saison. Mit dem Kader hätte man besser aussehen sollen und müssen. Das Gute an den Playoffs ist jedoch, dass man in der Postseason tatsächlich eine unbefriedigende Hauptrunde vergessen machen kann. Gleiches gilt, in etwas anderer Form, ebenso für Berlin. Äußerst unalbanisch, äußerst turbulent ging es zu in der Hauptstadt der Steinewender. Bis jetzt. Jetzt gehts um die Currywurst und der neue Coach muss sich beweisen, hat aber durch den neuen Center Raduljica einen echten Stein am Brett. Tipp: 3-1 für die Berliner Vögel.

Was sind eure Tipps für die Playoffs und wieso, weshalb und warum?

Nach Europa: Alles Mist außer Göttingen?

Die Runden der letzten 16 in Europa neigen sich dem Ende zu. Die Ergebnisse der deutschen Clubs stehen fest. Göttingen hat sich für das Viertelfinale des Eurocup, des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs, qualifiziert. Das ist ein beeindruckender Erfolg. Seit 2003 ist dies genau zwei deutschen Mannschaften gelungen: ALBA Berlin in der vergangenen Saison und nunmehr den Euroveilchen. Man könnte fast rufen: Hurra! Die Beko Basketball-Bundesliga ist wettbewerbsfähig, sie hat ihren Anspruch eine europäische Topliga zu werden bestätigt. Oder etwa doch nicht? Unter dem Titel „Vor Europa“ knüpfte ich für mich die Messlatte für das Standing der BBL im europäischen Basketball an die sportlichen Resultate. Das (Zwischen-)Ergebnis kann man unterschiedlich interpretieren. Weiterlesen

Der ACB-Präsident interveniert – Kurzschluss oder Kalkül?

Am 24. Januar teilten die Artland Dragons mit, dass sie den Ex-NBA Spieler Rob Kurz vom CB Granada aus der ACB verpflichtet haben. Schon vorher gab es etwas Lärm des Clubs auf der spanischen Internetseite marca. (wir berichteten) Und dann wurde deutlich, dass es ein erhebliches Problem mit der Freigabe gab. Die Dragons übten nach außen Geduld und kommentierten sehr zurückhaltend. Erst am Donnerstag konnten sie Vollzug melden. Gestern durfte Kurz dann gegen Ulm erstmals auflaufen. Aber aufhorchen lässt uns nicht nur die Verpflichtung, sondern die Geschichte hinter der Geschichte.

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